Lange Nacht der Wissenschaften in Rostock

Der Bereich Seefahrt bietet spannende Programmpunkte für die Öffentlichkeit

Der Bereich Seefahrt nimmt  an der Langen Nacht der Wissenschaften (LNDW) in Rostock am Donnerstag, den 27. April 2017 von 18:00 bis 22:00 Uhr, teil. Interessierte Besucher im Rahmen der Langen Nacht der Wissenschaften sind uns herzlich willkommen.

Veranstaltungsplan 2017*

Neu- und Weiterentwicklungen von Verfahrenstrainern im Bereich Schiffssicherheit und Gefahrenabwehr

18:00 Uhr bis 21:00 Uhr - durchgehende Präsentation

Ort: Ship-Engine-Simulator/ILT-Raum

Auch wenn Feuer und Wassereinbruch schon immer Gefahren für Besatzungen und Schiffe darstellen, ist in den letzten Jahren eine asymmetrische Bedrohung für Leib und Leben an Bord hinzugekommen. Zunehmend werden Seehandelsrouten durch Piraten terrorisiert, die nicht nur Ladung und / oder Ausrüstung der Schiffe stehlen, sondern auch ganze Schiffe mitsamt deren Besatzungen kapern und bis zur Zahlung von Lösegeldern festhalten.

Reeder und Schiffsbesatzungen zeigen sich sehr erfinderisch im Umgang mit den Bedrohungen an Bord, dennoch sind für die erfolgreiche Abwehr von Gefahren realistische Trainings erforderlich, die größtenteils nicht in echten Umgebungen geprobt bzw. dargestellt werden können. Hier springen Simulatoren ein, die durch die virtuelle Nachbildung der Realität das Durchspielen von Szenarien ermöglichen, die sonst nicht durchführbar wären.

Nachdem im letzten Jahr der SST7 vorgestellt wurde, der Bordbesatzungen das realitätsnahe Training von Notfällen in einer Simulation ermöglicht, fanden sich dieses Jahr aktive Studenten, die ihrerseits ihren Beitrag zur Verbesserung der Sicherheit an Bord beitragen wollen. Die Arbeiten umfassen unter anderem Verfahren zur effektiveren Be- und Auswertung von Trainingskursen, verbesserte physikalische Modelle zur Visualisierung der Notfälle und neue Trainingsmöglichkeiten für Sicherheitskräfte an Bord und in den Häfen.

Diese Entwicklungen sollen den Benutzern ein noch intensiveres und anspruchsvolleres Trainingsszenario bieten um optimal ausgebildet und auf die Gefahren an Bord vorbereitet zu sein. Wir wollen Ihnen in unserer Präsentation die Grundgedanken der Arbeiten darstellen und Ihnen zeigen, was mit moderner Computertechnik und dem Willen der Studenten machbar ist.

Präsentiert von:

Dipl.-Ing. (FH) Gerrit Tuschling
Hochschule Wismar

“Nutzung eines Manöverassistenzsystems in engen Fahrwassern”

18:00 Uhr Präsentation  (max. 20 Teilnehmer, Dauer ca. 20 min)
19:00 Uhr Präsentation  (max. 20 Teilnehmer, Dauer ca. 20 min)
20:00 Uhr Präsentation  (max. 20 Teilnehmer, Dauer ca. 20 min)
21:00 Uhr Präsentation  (max. 20 Teilnehmer, Dauer ca. 20 min)

Ort: Ship-Handling-Simulator, Brücke 1 (360° Brücke)

Das Manövrieren von Schiffen beginnt immer mit der strategischen Planung von Steuersequenzen durch die nautischen Offiziere. Diese Steuersequenzen werden in Abhängigkeit von den Umgebungsbedingungen auf der Basis von Erfahrungen und Ausbildung bzw. der individuellen mentalen Vorstellung über die Wirkungsweise der Steuerorgane gewählt werden. Zu einem hohen Prozentsatz reichen diese Fähigkeiten aus, um gefahrlos in den dafür ausgewiesenen Fahrwasser zu manövrieren.

Das damit erlernte Sicherheitsempfinden ist trügerisch, denn bei widrigen Umweltbedingungen ist die mentale, von linearen Abläufen geprägte Vorstellungskraft zu den zukünftig ablaufenden physikalischen Prozessen und deren Variationen zumeist nicht ausreichend, um alle Facetten des Manövrierens vorhersehen zu können. Die erworbenen Erfahrungen können nicht mehr angewendet werden.

Aus diesem Grund werden in solchen Situationen die Stellorgane des Schiffes mit äußerster Vorsicht und schon gar nicht gleichzeitig kombiniert, um deren Wirkungsweise erkennen zu können. Diese Art der Verfahrensweise kostet im laufenden Schiffsbetrieb Zeit und bietet bei Fehleinschätzung wenig Spielraum für Korrekturen. Zur Assistenz des Manövrierens wurde deshalb von dem Institut für Innovative Schiffs-Simulation und Maritime Systeme des Bereiches Seefahrt der Hochschule Wismar eine Software zur Manöverdurchführung bzw. zur Planung in engen Fahrwassern entwickelt.

Die Manöver werden mit Hilfe von hochdynamischen Schiffsmodellen geplant, können ohne das reale Schiff benutzen zu müssen trainiert werden und können beim Manövrieren während des Trainierens als auch an Bord als Leitpfad angezeigt werden. Durch den einfachen Soll/Ist-Vergleich mit der aktuellen Bahnvorhersage kann dann genauer und systematischer die manuelle Steuerung erfolgen.

Durch die Nutzung der Manöverplanung werden Manöverstrategien und deren mögliche Variationen sichtbar gemacht, so dass im Vorfeld die Durchführbarkeit gestestet werden kann. Diese Art der Manövervorbereitung schafft Sicherheit und hilft Ressourcen des Schiffes zu schonen. Dem Besucher wird in mehreren Etappen die Planung von Schiffsmanövern erklärt und die Nutzung am Beispiel eines Fährschiffes auf der 360° Brückes des Maritimen Simulationszentrums veranschaulicht.  

Präsentiert von: 

Dr. Michael Gluch
Hochschule Wismar 

"Demonstration des Seegangsverhaltens bei unterschiedlichen Tiefgängen in Anlehnung an Forschungsarbeiten"

18:20 Uhr                 Präsentation (max. 10 Teilnehmer; Dauer ca. 20 min)
19:20 Uhr                 Präsentation (max. 10 Teilnehmer; Dauer ca. 20 min)
20:20 Uhr                 Präsentation (max. 10 Teilnehmer; Dauer ca. 20 min)
21:20 Uhr                 Präsentation (max. 10 Teilnehmer; Dauer ca. 20 min)

Ort: Ship-Handling-Simulator, Brücke 2 (270° Brücke)

Die Vorhersage gesteuerter Schiffsbewegungen erfordert traditionell einen besonders hohen Modellierungsaufwand, wenn unterschiedliche Schwimmlagen des Schiffes berücksichtigt werden sollen.

Am Bereich Seefahrt wurde erstmalig eine Lösung erarbeitet, die Einflüsse unterschiedlicher Trimmlagen und Tiefgänge auf das Manövrier- und Bewegungsverhalten mit einem Modell zu ermöglichen. Auf der Brücke 2 im Ship-Handling-Simulator werden die Einflüsse unterschiedlicher Schwimmlagen auf das Bewegungsverhalten von Schiffen beispielhaft demonstriert. Gleichzeitig werden aktuelle Entwicklungsstände der Bahnvorhersagen gezeigt und zukünftige Optimierungskonzepte vorgestellt.

Präsentiert von: 

Dipl.-Ing. Gerd Milbradt
Dipl.-Ing. (FH) Sebastian Klaes
Hochschule Wismar 

"Umweltfreundliches Manövrieren von Schiffen – ein simulationsgestütztes Konzept für die Zukunft (MEmBran)"

18:40 Uhr Präsentation  (max. 20 Teilnehmer, Dauer ca. 20 min)
19:40 Uhr Präsentation  (max. 20 Teilnehmer, Dauer ca. 20 min)
20:40 Uhr Präsentation  (max. 20 Teilnehmer, Dauer ca. 20 min)
21:40 Uhr Präsentation  (max. 20 Teilnehmer, Dauer ca. 20 min)

Ort: Ship-Engine-Simulator

Die Seefahrt steht vor der großen Herausforderung, insbesondere in den küstennahen Gebieten Maßnahmen zur Schadstoffreduzierung zu ergreifen. Während in der Industrie nach technischen Lösungen zur innermotorischen Schadstoffreduzierung und Abgasnachbehandlung geforscht wird, verfolgt der Bereich Seefahrt den Ansatz die beim Manövrieren entstehenden Emissionen vorherzusagen.

Ziel ist es der Schiffsführung ein Werkzeug in die Hand zu geben, mit dem möglichst umweltfreundliche Manöverstrategien entwickelt werden können. Im Schiffsmaschinensimulator des Maritimen Simulationszentrums werden Funktionsweise und Regelungen eines Schiffsmotors dargelegt. Brennstoffverbräuche und Emissionen sollen basierend auf realen Manöverdaten aufgezeigt werden.

Präsentiert von:

M.Sc. Georg Finger
Dipl.-Ing. Tino Riebe
Hochschule Wismar

* Änderungen im Veranstaltungsplan bleiben vorbehalten


Rückblick Programm 2016

Planung und vorhersage von dynamischen Schiffsmanövern

Raum: MSCW, Ship-Handling-Simulator, Brücke 1
Zeit: 18:00 – 18:20 Uhr + 19:00 – 19:20 Uhr + 20:00 – 20:20 Uhr + 21:00 – 21:20 Uhr (20 min)

Das Manövrieren von Schiffen beginnt immer mit der strategischen Planung von Steuersequenzen durch die nautischen Offiziere. Diese Steuersequenzen werden in Abhängigkeit von den Umgebungsbedingungen auf der Basis von Erfahrungen und Ausbildung bzw. der individuellen mentalen Vorstellung über die Wirkungsweise der Steuerorgane gewählt werden.

Zu einem hohen Prozentsatz reichen diese Fähigkeiten aus, um gefahrlos in den dafür ausgewiesen Fahrwassern zu manövrieren.

Leider ist das damit erlernte Sicherheitsempfinden trügerisch, denn gerade in Zeiten des Termindrucks, also der Einhaltung von Zeitplänen und/oder bei widrigen Umwelt-bedingungen ist die mentale, von linearen Abläufen geprägte Vorstellungskraft zu den ablaufenden physikalischen Prozessen und deren Variationen zumeist nicht ausreichend, um die Facetten des Manövrierens vorhersehen zu können.

Aus diesem Grund werden in solchen Situationen die Stellorgane des Schiffes mit äußerster Vorsicht und schon gar nicht gleichzeitig kombiniert, um deren Wirkungsweise erkennen zu können.

Diese Art der Verfahrensweise kostet im laufenden Schiffsbetrieb Zeit und verzeiht auch keine Fehleinschätzung.

Zur Assistenz des Manövrierens wurde deshalb von dem Institut für Innovative Schiffs-Simulation und Maritime Systeme des Bereichs Seefahrt der HS-Wismar eine Software zur Manöverplanung und –durchführung entwickelt. Die Manöver werden mit Hilfe von hochdynamischen Schiffsmodellen geplant, können ohne das reale Schiff benutzen zu müssen trainiert werden und können beim Manövrieren während des Trainierens als auch an Bord als Leitpfad angezeigt. Durch den einfachen Soll/Ist-Vergleich mit der aktuellen Bahnvorhersage kann dann genauer und systematischer die manuelle Steuerung erfolgen.

Durch die Nutzung der Manöverplanung werden Manöverstrategien und deren mögliche Variationen sichtbar gemacht, so dass im Vorfeld die Durchführbarkeit getestet werden kann. Diese der Art der Manövervorbereitung schafft Sicherheit und hilft Ressourcen des Schiffs zu schonen.

Dem Besucher wird in mehreren Etappen die Planung von Schiffsmanövern erklärt und die Nutzung am Beispiel eines Fährschiffs auf der 360° Brücke des MSCW veranschaulicht.

Neu- und Weiterentwicklungen von Verfahrenstrainern

im Bereich Schiffssicherheit und Gefahrenabwehr

Raum: MSCW, SES/ILT-Raum
Zeit: 18:40 – 19:00 Uhr + 19:40 – 20:00 Uhr + 20:40 – 21:00 Uhr (20 min)

Auch wenn Feuer und Wassereinbruch schon immer Gefahren für Besatzungen und Schiffe darstellen, ist in den letzten Jahren eine asymmetrische Bedrohung für Leib und Leben an Bord hinzugekommen. Zunehmend werden Seehandelsrouten durch Piraten terrorisiert, die nicht nur Ladung und / oder Ausrüstung der Schiffe stehlen, sondern auch ganze Schiffe mitsamt deren Besatzungen kapern und bis zur Zahlung von Lösegeldern festhalten.

Reeder und Schiffsbesatzungen zeigen sich sehr erfinderisch im Umgang mit den Bedrohungen an Bord, dennoch sind für die erfolgreiche Abwehr von Gefahren realistische Trainings erforderlich, die größtenteils nicht in echten Umgebungen geprobt bzw. dargestellt werden können. Hier springen Simulatoren ein, die durch die virtuelle Nachbildung der Realität das Durchspielen von Szenarien ermöglichen, die sonst nicht durchführbar wären.

Nachdem vor drei Jahren der SST7 vorgestellt wurde, der Bordbesatzungen das realitätsnahe Training von Notfällen in einer Simulation ermöglicht, wurden im letzten Jahr Verbesserungsmöglichkeiten und wissenschaftliche Arbeiten im Zusammenhang mit dem SST7 gezeigt.

In diesem Jahr können wir Ihnen die neue Ausbaustufe präsentieren, die nun auch erstmals das Verlassen eines Schiffes im Seenotfall ermöglicht. Freuen Sie sich mit uns auf interessante Szenarien, in denen Sie auch selbst mal virtuell an Bord zum Einsatz kommen können.

Umweltfreundliches Einlaufen von Schiffen in Rostock

Ein simulationsgestützes Konzept für die Zukunft

Raum: MSCW, Ship-Handling-Simulator, Brücke 2
Zeit: 18:20 – 18:40 Uhr + 19:20 – 19:40 Uhr + 20:20 – 20:40 Uhr + 21:20 – 21:40 Uhr (20 min)

Die Seefahrt steht vor der großen Herausforderung, insbesondere in den küstennahen Gebieten in Sachen Luftreinhaltung Maßnahmen zur Schadstoffreduzierung zu ergreifen.

Während die Industrie nach technischen Lösungen für die innermotorische Schadstoffreduzierung und für die Abgasnachbehandlung sucht, wird am Bereich Seefahrt ein Ansatz verfolgt, um die beim Manövrieren entstehenden Emissionen und den Brennstoffverbrauch vorherzusagen. Ziel ist es, der Schiffsführung ein Werkzeug in die Hand zu geben, mit dem eine möglichst umweltfreundliche Manöverstrategie entwickelt werden kann.

Auf der Brücke 2 im Ship-Handling-Simulator wird in dieser Präsentation das Einlaufmanöver eines modernen Fährschiffes in den Hafen von Rostock gezeigt und anhand dieses Beispieles das zukünftige Optimierungskonzept vorgestellt.

Impressionen 2016

Ort

Bereich Seefahrt
Maritimes Simulationszentrum Warnemünde (MSCW)
Richard-Wagner Str.31
18119 Rostock-Warnemünde

Kontakt

Wichtige Hinweise:
Es finden keine allgemeinen Führungen statt. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass aus Platzgründen jeweils nur eine begrenzte Teilnehmerzahl an den einzelnen Veranstaltungen teilnehmen kann. Nach Beginn der letzten Veranstaltung ist kein Einlass in das MSCW mehr möglich. Es gelten die Ticketpreise der LNDW, Tickets können vor Ort erworben werden. Das Programm werden wir hier bekanntgeben. Bitte haben Sie noch etwas Geduld.