Begabtenförderung

Die Begabtenförderung im Hochschulbereich trägt mit der Förderung dazu bei, hoch qualifizierte und verantwortungsbewusste Persönlichkeiten heranzubilden, die den Anforderungen an künftige Leistungs- und Verantwortungsträger gewachsen sind. Bei den staatlichen Förderprogrammen stehen dreizehn Begabtenförderungswerke und die Deutsche Forschungsgemeinschaft DFG (für die Universitäten) im Vordergrund. Zuschüsse an ausgewählte Bewerber werden meist als Promotionsstipendiums vergeben - die Höhe der monatlichen Leistungen hängt von der finanziellen und persönlichen Situation (z.B. Anzahl der Kinder) ab.

Die Begabtenförderungswerke bieten Stipendien für Promovierende aus allen Fachrichtungen an. Zu den gemeinsamen Grundsätzen zählt das Prinzip der Individualförderung. Da die Begabtenförderung auf die Unterstützung der einzelnen Nachwuchswissenschaftler_innen und deren persönliche Entwicklung zielt, ist eine projektbezogene Förderung nicht vorgesehen. Die Einrichtungen werden an den Hochschulen durch Vertrauensdozent_innen vertreten. Neben den fachlichen und persönlichen Aspekten legen Begabtenförderungswerke Wert auf das Engagement der Stipendiat_innen im staatlichen, gesellschaftlichen oder sozialen Bereich.

Einen ersten Überblick hierzu bietet die Internetseite www.stipendiumplus.de, welche auch Informationen über die Anforderungen und Zugangsmöglichkeiten sowie Höhe der finanziellen Leistungen bereithält. Letztere ist bei den verschiedenen Förderungswerken jedoch gleich, da die finanziellen Mittel durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung bereitgestellt werden. Unterschiede ergeben sich neben der grundsätzlichen Ausrichtung hinsichtlich des Auswahlverfahrens sowie in den Angeboten der ideellen Förderung wie z. B. Sprachkurse, Doktorandenforen, Tagungen etc.

Die Studienstiftung des deutschen Volkes ist das größte Förderwerk und zeichnet sich durch eine politisch, konfessionell und weltanschaulich unabhängige Auswahl aus. Exzellente oder besonders motivierte Doktorandinnen und Doktoranden können hier durch ihre_n Betreuer_in vorgeschlagen werden.

Exemplarisch auch für die anderen Begabtenförderungswerke beträgt die monatliche Förderung 1.150 Euro sowie 100 Euro Forschungskostenpauschale.
Möglich sind zudem ein Familienzuschlag von 155 Euro, Kinderbetreuungskosten sowie Zuschüsse zu Auslandsvorhaben. Die Dauer ist zunächst auf zwei Jahre angelegt, kann jedoch aus fachlichen Gründen um bis zu einem Jahr verlängert werden. Ein weiteres Jahr ist aufgrund von Kinderbetreuung oder Behinderung möglich.

Die Begabtenförderungswerke vergeben die meisten ihrer Promotionsstipendien in Deutschland. Auch hier gilt, wie bei allen Arten der Förderung, sich zeitnah um die Unterstützung seiner Promotion zu bemühen, da der Findungsprozess einer geeigneten Förderung einige Monate in Anspruch nehmen kann.

Kontakt

DBU-Deutsche Bundesstiftung Umwelt

Die Promotionsstipendien sind auf maximal 3 Jahre befristet. Die Höhe des Stipendiums beträgt monatlich 940,- €. Zusätzlich zum Stipendium wird eine monatliche Pauschale von 210,- € für Sach- und Reisekosten gezahlt. Darüber hinausgehende Sachmittel können nur im Ausnahmefall und in geringem Umfang gewährt werden. Stipendiaten mit Kindern, deren Familieneinkommen netto 2.000,- € monatlich nicht übersteigt, erhalten einen Kinderzuschlag.

Voraussetzungen

  • Sie sollten mit Ihrer Promotionsarbeit noch nicht begonnen haben.
  • Wir erwarten einen überdurchschnittlichen Hochschulabschluss.
  • Von Ihrem gewählten Promotionsthema wird erwartet, dass es von hoher Aktualität ist und einen Beitrag zu Problemlösungen im Umwelt- und Naturschutz leisten kann.
  • Die Ablehnung eines Stipendienantrags schließt eine erneute Bewerbung des Antragstellers aus.

Bewerbung
Das aktuelle Bewerbungsverfahren ist ONLINE! 2 Bewerbungstermine pro Jahr.
Frist:
jeweils zum 15.01. und 15.06. eines jeden Jahres.

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Friedrich Ebert Stiftung

Graduiertenförderung für Deutsche und Bildungsinländer_innen
Die FESler glauben, dass wissenschaftliche Exzellenz vom Austausch mit anderen Disziplinen lebt. Oft fehlt Promovierenden dazu die Gelegenheit. Ihre Arbeit ist meist Soloarbeit - unterstützt lediglich durch eine Betreuerin/einen Betreuer. Die FESler Stipendiaten/innen nehmen an Doktorandenkolloquien teil: Sie stellen ihre Arbeiten vor und diskutieren mit Teilnehmenden aus unterschiedlichen Fächern.

Aktuelle Politik und die Sensibilität dafür - für FESler ein wichtiger Faktor - sind ebenfalls Themen in den Kolloquien. Unsere Doktoranden/innen lernen, über ihr Promotionsprojekt hinaus zu sehen und gesellschaftspolitische Relevanzen in den Blick zu nehmen. FESler Absolventen/innen finden später leichter Ansprechpartner/innen in verschiedenen Berufsgruppen und wissenschaftlichen Disziplinen.

Die FES bietet den Graduierten auch die Möglichkeit, ihre Arbeiten einem größeren Fachpublikum zu präsentieren: Auf Fachtagungen laden sie Experten/innen aus Politik und Wissenschaft ein. Die Doktoranden/innen sprechen dort über ihre Forschung und erhalten hochwertiges Feedback. Vergangene Fachtagungen standen unter den Themen "Migration und Integration" sowie "Gesellschaftlicher Wandel".

Als Stipendiat/in unserer Graduiertenförderung haben Sie zudem dieselben Vorteile wie in der Grundförderung: finanzielle Sicherheit, fachliche Ansprechpartner, Vernetzung in Hochschulgruppen und Arbeitskreisen sowie ein umfassendes Seminarprogramm.

Wie hoch ist die Förderung?

Stipendiat/innen erhalten monatlich 1.350 Euro. Hinzu kommt eine monatliche Forschungskostenpauschale von 100 Euro. Wir fördern zwei, maximal drei Jahre.

Was wird erwartet?
Der persönliche Einsatz für die Gesellschaft hat bei uns einen hohen Stellenwert. Als politische Stiftung erwarten wir von unseren Stipendiat/innen neben überdurchschnittlichen Studienleistungen ein unseren Werten entsprechendes Engagement, z.B. Mitarbeit in der Fachschaft, Jugendarbeit, Mitwirkung in Verbänden und NGOs oder in zum Umfeld der Friedrich-Ebert-Stiftung passenden politischen Organisationen.

Darüber hinaus gibt es bundesweit mehr als 60 Hochschulgruppen, die die Geförderten weitgehend selbst organisieren. Die Gruppenmitglieder treffen sich regelmäßig, tauschen sich aus und setzen eigene Themenschwerpunkte. Jede/r Stipendiat/in kann sich aktiv in die Gruppen einbringen.

Wie bewerbe ich mich?
Bewerben können sich alle, die zur Promotion an einer deutschen Hochschule ohne weitere Auflagen zugelassen sind - mit Ausnahme des Fachbereichs Medizin.

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Friedrich Naumann Stiftung

Begabtenförderung der Stiftung für die Freiheit. Der Bereich Politische Bildung und Begabtenförderung gewährleistet in der Stiftung die Erfüllung der beiden Kernaufgaben „Politische Bildung“ und „Begabtenförderung“. Die Begabtenförderung ist seit 1973 der liberale Stipendiengeber in Deutschland. Die ideelle Förderung der Stipendiaten ist dabei originäre Aufgabe der politischen Bildung als werteorientierte, politische Bildungsarbeit auf den Grundlagen des Liberalismus. Wir fördern Studierende und Promovierende aus Deutschland und allen Ländern der Welt. Wenn Sie zu den fachlich überzeugenden Schülern, Studierenden und Graduierten gehören, Ihre Lebenseinstellung liberal ist und Sie entsprechend gesellschaftspolitisch Verantwortung übernehmen, dann sind Sie bei uns richtig. Freiheit heißt sich entwickeln können, daher geben wir unseren Stipendiatinnen und Stipendiaten einen Vertrauensvorschuss: Wir trauen ihnen zu, nicht nur großen fachlichen Erfolg zu haben, sondern auch unsere ideelle Förderung durch persönliches Engagement verantwortlich mit zu gestalten. Selbstorganisation ist daher das Schlüsselwort der Förderung junger Menschen durch die Stiftung für die Freiheit!

Informieren Sie sich über alles zu den Themen Stipendien, Förderung, Bewerbung, Auswahlverfahren, Stipendiatenaktivitäten.

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Gerda Henkel Stiftung

Promotionsstipendien

Anträge auf Gewährung eines Promotionsstipendiums können jederzeit eingereicht werden. Die Stiftungsgremien entscheiden an vier Terminen im Jahr über die Stipendienvergabe. Die Bearbeitungszeit eines Antrags beträgt maximal sechs Monate.

Ziel des Stipendienprogrammes ist es, den hochqualifizierten wissenschaftlichen Nachwuchs zu fördern. Berücksichtigt werden nur Bewerber, die durch ihre Studienleistungen und Examensergebnisse als außergewöhnlich begabt ausgewiesen sind und deren Dissertationen ein weit überdurchschnittliches Ergebnis erwarten lassen. Bei der Auswahl der Stipendiaten sind Dauer und Verlauf des Studiums, die Abschlussnote, das Lebensalter und besondere Qualifikationen wichtige Entscheidungskriterien.

Abschluss-Stipendien werden von der Stiftung nicht gewährt. Ein Abschluss-Stipendium ist eine sich an eine mehr als einjährige Förderung von anderer Seite anschließende Förderung und/oder die Beantragung von einem Stipendium für die Dauer von unter zwölf Monaten.

Förderdauer: Die Förderdauer beträgt zwei Jahre.

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Hans Böckler Stiftung

Promotionsförderung in der Hans-Böckler-Stiftung
Für einen kompetenten wissenschaftlichen Nachwuchs


Die Hans-Böckler-Stiftung fördert Doktorandinnen und Doktoranden, die wissenschaftlich besonders begabt und gewerkschaftlich oder gesellschaftspolitisch engagiert sind. Unterstützt werden Promotionen aller Fachrichtungen - auch im Rahmen von Promotionskollegs, Nachwuchsforschergruppen oder Graduiertenzentren.

Themenschwerpunkte der Promotionsförderung
Die Themen Wandel der Erwerbsarbeit, Sozialstaat, non-formales Lernen, Nachhaltigkeit und Strukturwandel sind die Schwerpunkte der Promotionsförderung. Künftig wird die Hans-Böckler-Stiftung vor allem Promotionskollegs unterstützen, die dazu forschen.

Informationen für Bewerber
Bewerbungen für ein Promotionsstipendium können jederzeit über die Gewerkschaften oder direkt bei der Stiftung eingereicht werden. Neben der wissenschaftlichen Eignung spielt auch die gesellschaftspolitische Bedeutung des Promotionsthemas bei der Vergabe eine Rolle.

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