(Wismar) Am Abend des 5. Mai 2026 wurden im Rahmen des 12. Didaktiktages der Hochschule Wismar drei Preise für hervorragende Lehre verliehen. Prof. Dr.-Ing. Jens Kraitl ging als Sieger der Fakultät für Ingenieurwissenschaften aus der Abstimmung hervor, während Prof. Dr. rer. pol. Ali Axel Arnaout den Preis für die Fakultät für Wirtschaftswissenschaften entgegennahm. Preisträgerin für die Fakultät Gestaltung ist mit Prof. Dr. phil. Maxi Berger zum zweiten Mal in Folge eine Frau. Außerdem wurden sechs Sonderlehrpreise vergeben.
Drei Fakultäten – drei Preise
Die Studierenden der Fakultät für Ingenieurwissenschaften (FIW) beschreiben Professor Dr.-Ing. Jens Kraitl als äußerst engagiert, hilfsbereit und stets ansprechbar, mit einem starken Fokus auf Unterstützung und Motivation der Studierenden. Besonders hervorgehoben wird seine Fähigkeit, theoretische Inhalte seines Berufungsgebietes „Elektromagnetische Verträglichkeit und Zuverlässigkeit“ durch praxisnahe Beispiele und anschauliche Methoden verständlich und interessant zu vermitteln. Zudem fördert der am Bereich Elektrotechnik und Informatik der FIW Lehrende aktiv das Verständnis durch die Verknüpfung verschiedener Themenbereiche und nimmt sich Zeit, individuelle Fragen und Wissenslücken zu klären. Aus Sicht der Studierenden trägt Prof. Kraitl maßgeblich zur Begeisterung für das Fachgebiet bei.
Prof. Dr. rer. pol. Ali Axel Arnaout wird mit dem Lehrpreis der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften (FWW) ausgezeichnet. Nachdem er bereits im vergangenen Jahr einen Sonderpreis für den erfolgreichen Aufbau des Masterprogramms „International Management“ erhalten hatte, würdigen die Studierenden der Fakultät nun erneut sein außergewöhnliches Engagement in der Lehre. Ausschlaggebend für die diesjährige Vergabe des „regulären“ Lehrpreises sind insbesondere die zahlreichen studentischen Nominierungen und Stimmen aus genau diesem Programm. Sein Unterricht sei „äußerst fesselnd und praxisorientiert. Er teilt wertvolle Erfahrungen aus der realen Welt, die den Studierenden helfen, die Inhalte über die reine Theorie hinaus zu verstehen. Seine Vorlesungen sind gut strukturiert, interessant und leicht nachvollziehbar. Zudem liegt ihm das Wohl der Studierenden wirklich am Herzen, und er schafft eine positive sowie motivierende Lernatmosphäre.“, so einige der Begründungen für die Nominierung.
Professorin Dr. phil. Maxi Berger, die an der Fakultät Gestaltung lehrt, versteht es in besonderer Weise, Studierende zu sehen – in ihren Stärken, aber auch in ihren Unsicherheiten. Sie spricht Mut zu, wo Zweifel entstehen, und begleitet individuelle Entwicklungen mit großer Aufmerksamkeit. Viele Studierende berichten, dass sie durch ihre Unterstützung gelernt haben, ihrer eigenen Stimme mehr zu vertrauen und sich selbst im Denken und Schreiben sicherer zu fühlen. Ihr Feedback ist dabei stets klar und kritisch, zugleich aber konstruktiv und lösungsorientiert. „Diese Balance ist keineswegs selbstverständlich“– sie macht ihre Lehre jedoch besonders wirksam und nachhaltig“, so Laudator und Studiendekan Prof. Stephan Schulz. Außerdem reicht Prof. Bergers Engagement weit über das eigentliche Fachgebiet „Kulturwissenschaften, insbes. ästhetische, ethische und gesellschaftswissenschaftliche Grundlagen der Kunst, Medien und des Designs“ hinaus. Die Studierenden bezeichnen sie als ansprechbar, nahbar und zuverlässig, eine Professorin, an die man sich mit fachlichen wie persönlichen Anliegen wenden kann. Auch dass viele Studierende sie gezielt als Prüferin wählen, ist Ausdruck dieses besonderen Vertrauens.
Sonderpreise und Premieren
Zum ersten Mal kam der Studentischen Prorektorin Emelie Gareis die erfreuliche Aufgabe zu die Auszeichnungsveranstaltung zu eröffnen. Die Laudationes wurden von den Studiendekanen Prof. Dr.-Ing. Jörn Weichert (FIW) und Prof. Dipl.-Des. Stephan Schulz (FG) und von Prof. Dr. rer. pol. Frank Maaser (FWW) sowie vom Fachschaftsratsvorsitzenden (FIW) Jan Altmann verlesen. Außer den drei Preisen für hervorragende Lehre überreichten die vier Männer folgenden Dozentinnen und Dozenten Lehrsonderpreise: Joshua Bossert, Prof. Dr. Ralf Glienke, Prof. Dr.-Ing. Marcus Hackel, Prof. Dr.-Ing. Matthias Kathmann, Prof. Dr. Bärbel Koppe und Julian Reeh LL. M. Joshua Bossert ist der Erste, der als Student eine solche Auszeichnung erhält. Denn er hatte während seines Masterstudiums vertretungsweise die Lehre der Angewandten der Mathematik für eine erkrankte Professorin übernommen. Etwas Besonderes war auch die Auszeichnung Prof. Kathmanns mit einem Sonderpreis. Er war bereits 2015 – im ersten Jahr Preisverleihung – mit einem der drei Preise für hervorragende Lehre ausgezeichnet worden.
Auszeichnung mit Tradition
Seit 2015 können alljährlich mittels anonymer Umfrage Studierende ihre Vorschläge für den Lehrpreis der Hochschule Wismar einreichen. Dabei kann pro Fakultät je eine Person vorgeschlagen werden – keine leichte Entscheidung bei rund 235 Professorinnen und Professoren, Lehrkräften und wissenschaftlichen Mitarbeitenden in diesem Jahr. Insgesamt wurden 83 Lehrende nominiert, 21 für die Fakultät für Ingenieurwissenschaften, 21 für die Fakultät für Wirtschaftswissenschaften, 35 für die Fakultät Gestaltung. Jede der Nominierungen enthält Bewertungen zu den Kriterien Didaktik, Betreuung und Vermittlung kritischen Denkens. Außerdem konnten die Studierenden mit einem persönlichen Kommentar auf besondere Leistungen hinweisen.
Dr. phil. Christopher Könitz, Moderator und Organisator der Lehrpreisver-leihung, wird die Kennzeichnungsaktualisierung der Hörsäle 101 und 301 im Haus 1 vornehmen. Denn seit 2023 werden diese Hörsäle mit den Namen der Ausgezeichneten beschildert. An der Fakultät Gestaltung erfolgt die besondere Wertschätzung der Ausgezeichneten in den Fakultätsgremien.
Alle Preisträgerinnen und Preisträger sind auf der Webseite www.hs-wismar.de/preistraeger aufgelistet.
Kontakt
Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte direkt an
die Stabsstelle Didaktik, E-Learning und Qualitätsmanagement (DEQ)
Dr. phil. Christopher Könitz
unter Telefon: 03841 753-78 05
per E-Mail: christopher.koenitz@hs-wismar.de



