Konventionell, ferngesteuert, autonom und von Land aus überwacht

Zwanzig Peronn stehen in zwei Reihen nebeneinander. Hubter ihne befindet sich ein Geländer als Abgrenzung zu einem Hafenbecken.
Die LEAS-Pro Mannschaft in einer Beratungspause während des Projekteröffnungstreffens in Hamburg.
Quelle: Hochschule Wismar/MB
Es ist ein Raum zu sehen, in dem sich U-förmig angeordnete Tische befinden Daran sitzen fünf Personen, die sich Notizen machen - auf Papier und Laptops.
Detailabstimmung von Arbeitsinhalten und Projektterminen während des Projekteröffnungstreffens.

Das Forschungsvorhaben „Landgestützte Entscheidungsunterstützung für Verkehrslagen mit hochautomatisierten und autonomen Schiffen - Pro“ (LEAS-Pro) wurde mit einem zweitägigen Projekteröffnungstreffen in den Räumen des Fraunhofer Center für Maritime Logistik und Dienstleistungen in Hamburg-Harburg am 14./15. Juli 2026 offiziell eröffnet.

Ziel des Gesamtprojektes ist die Entwicklung und Implementierung geeigneter Methoden und Verfahren für die landgestützte Verkehrsüberwachung zur Gewährleistung der Sicherheit und Leichtigkeit des gemischten Seeverkehrs. Denn der zukünftige Seetransport wird nicht mehr nur aus konventionell gesteuerten hochautomatisierten Schiffen bestehen. Bald wird er auch von ferngesteuerten und autonom navigierenden Schiffen geprägt werden. Nicht nur an Bord, vor allem auch an Land ergeben sich dadurch neue Aufgaben.

Das vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) im Rahmen der Förderbekanntmachung „Innovationen umfassend nutzen – Praxisleuchttürme der zivilen Sicherheit“ mit insgesamt rund 3,5 Mio. Euro geförderte Verbundprojekt wird von einem vom Fraunhofer-Institut für Kommunikation, Informationsverarbeitung und Ergonomie in Bonn-Wachtberg angeführten nationalen Konsortium in den kommenden zwei Jahren bearbeitet. Gemeinsam sollen die Ergebnisse aus dem Vorläuferprojekt LEAS weiterentwickelt und näher in die praktische Anwendung gebracht werden.
Dafür sorgen werden die am Projekt beteiligten Industriepartner (in-innovative navigation GmbH, JDS GmbH und Bergmann Marine GmbH) sowie nationale und internationale Anwender als assoziierte Projektpartner. Neben den bereits genannten Institutionen wird das Projekt-Team komplettiert durch zwei Forschungsinstitute des Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), dem Institut für Kommunikation und Navigation und dem Institut für den Schutz maritimer Infrastrukturen) sowie ISSIMS, einem In-Institut der Hochschule Wismar.

Als assoziierte Partner sind weiterhin das Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV), die Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt (GDWS) sowie das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Ostsee sowie die IBM Deutschland GmbH und Fintraffic im Projekt aktiv.

Gegenstand des Teilvorhabens der Hochschule Wismar sind u. a. Simulationsuntersuchungen im Maritimen Simulationszentrum in Warnemünde. Dort soll die operationelle Integration der neuartigen maritimen Verkehrsträger simuliert werden. Dazu zählt u. a. die Zusammenarbeit der Operateure der VTS-Verkehrszentralen mit den Operateuren in den Zentralen ferngesteuerter Schiffe. So soll z. B. herausgefunden werden, mit welchen betrieblichen und verfahrenstechnischen Maßnahmen ein möglichst konfliktfreier Übergang der landseitigen maritimen Verkehrssicherungssysteme bei gleichzeitiger Einhaltung des aktuellen Sicherheitsniveaus erreicht werden kann.

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