Zwei Schweriner Innovationspreise für Wismar

Vier Personen stehen nebeneinander vor Bannern der Hochschule Wismar, IHK Schwerin und einem Wasser-Werbeplakat. Die zwei Personen in der Mitte halten Urkunden und Blumensträuße.
Nach der Innovationspreisverleihung während der Schweriner Wissenschaftswoche 2026, von links: Professorin Dr.-Ing. Anette Ochs, Preisträgerin Jessica Albrecht B. Eng., Preisträger Lukas Burmeister und Professor Dr.-Ing. Thilo Moshagen.
Quelle: Hochschule Wismar/KB

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Zwei Personen in formeller Kleidung stehen nebeneinander, halten Urkunden und Blumensträuße, im Hintergrund Banner mit Logos und Texten zur Preisverleihung.
Jessica Albrecht und Lukas Burmeister, beide Hochschule Wismar, wurden zu Beginn der Schweriner Wissenschaftswoche mit dem Schweriner Innovationspreis 2026 ausgezeichnet.
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Ein Mann mit Brille und Sakko steht an einem Rednerpult vor einer hellen Wand und spricht
Prof. Dr. rer. pol. Thomas Freiling, Hochschule der Bundesagentur für Arbeit, hatte die ehrenvolle Aufgabe übernommen die Laudationes für die vier Schweriner Innovationspreisträger 2025 zu halten.
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Sieben Personen stehen in einer Reihe, zwei Frauen in der Mitte halten Urkunden und Blumen, eine Person im Vordergrund fotografiert die Gruppe mit einem Smartphone.
Gemeinsame Freude über die zwei Schweriner Innovationspreise 2026 (v. l.): Matthias Belke, Präsident der IHK zu Schwerin, Eike Fischer, Vorstands-vorsitzender Förderer von Hochschulen in Schwerin e. V., Sebastian Ehlers, Oberbürgermeister Schwerin, Jessica Albrecht B. Eng., Yevhenii Venzheha, Laura Traupe, Lukas Burmeister M. Eng., sowie Hanno Nispel, Geschäftsführer der Schweriner Stadtwerke.
Quelle: Hochschule Wismar/KB

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(Schwerin/Wismar) Am Abend des 2. November 2026 haben Jessica Albrecht B. Eng. und Lukas Burmeister M. Eng. von der Hochschule Wismar je einen Schweriner Innovationspreis 2026 für ihre herausragenden Abschlussarbeiten entgegengenommen. Yevhenii Venzheha, Hochschule der Bundesagentur für Arbeit, und Laura Traupe, Berufsakademie Nord, wurden ebenfalls mit diesem Preis geehrt. Die Auszeichnung fand im Rahmen der Eröffnung der Schweriner Wissenschaftswoche in der IHK zu Schwerin statt. Der Preis wurde zum 15. Mal vom „Förderer von Hochschulen in Schwerin e. V.“ ausgelobt und von der Stadtwerke Schwerin GmbH gestiftet.

Nachhaltige Sicherung der hohen Trinkwasserqualität
Jessica Albrecht B. Eng. ist Absolventin des Bachelorstudiengangs Bauingenieurwesen an der Hochschule Wismar und derzeit im gleichnamigen Masterstudium eingeschrieben. In ihrer Arbeit mit dem Titel „Untersuchung der Metolachlor-Belastung und möglicher Standorte für eine Grundwassermessstelle in Pinnow“ entwickelte sie eine wissenschaftlich fundierte und technisch realisierbare Lösung zur Untersuchung der Grundwasserbelastung durch den Pflanzenschutzmittelwirkstoff Metolachlor. Vor dem Hintergrund der ausgelaufenen Zulassung des Wirkstoffs und möglicher gesundheitlicher Risiken analysierte sie systematisch das Verhalten von Metolachlor und relevanter Abbauprodukte. Sie schätzte die mögliche Dauer einer Belastung ab, betrachtete bekannte Verfahren zur Entfernung des Stoffes aus dem Wasser und identifizierte geeignete Standorte für eine zusätzliche Grundwassermessstelle in Pinnow, im Südosten des Schweriner Sees gelegen. Ihre Arbeit verbindet rechtliche Grundlagen, wissenschaftliche Literatur, hydrogeologische Bewertungen und die Planung konkreter Untersuchungen zu einem innovativen Ansatz, der wissenschaftliche Erkenntnisse mit praktischen Anforderungen des Grundwasserschutzes verknüpft. Betreut wurde die Arbeit von Professorin Dr. Ing. Annette Ochs und Dipl.-Ing. Michaela Biermann von der Wasserversorgungs- und Abwasserentsorgungsgesellschaft Schwerin mbH & Co. KG (WAG). Beide Betreuerinnen heben nicht nur den hohen fachlichen Wert der Arbeit hervor, sondern auch dass es der Studentin gelungen ist, komplexe chemische Prozesse so zu erklären, dass sie auch für Laien verständlich sind. 
Mit ihrer Bachelorarbeit liefert Jessica Albrecht eine fundierte Grundlage, die zur langfristigen Sicherung der ausgezeichneten Schweriner Trinkwasserqualität beitragen kann.

Gestapelte Energielieferanten für umweltfreundliche Elektrifizierung
Lukas Burmeister M. Eng., Absolvent des Masterstudiengangs Mechatronik an der Hochschule Wismar, hat mit seiner Masterarbeit einen wichtigen Beitrag zur Optimierung verbundener Brennstoffzellen, so genannter Brennstoffzellenstacks geleistet. Eine Brennstoffzelle wandelt die chemische Energie von Wasserstoff und Sauerstoff direkt in elektrische Energie und Wärme um. In seiner Arbeit mit dem Titel „Erprobung DoE-gestützter Modellbildungsansätze für einen Brennstoffzellen-Stack insbesondere zur Optimierung des Betriebsverhaltens“ entwickelte und erprobte er mithilfe gezielter Versuche und mathematischer Methoden Modelle, um das Betriebsverhalten eines Brennstoffzellenstacks besser zu verstehen und dessen Betrieb zu optimieren. Vor dem Hintergrund der wachsenden Nachfrage nach höheren Leistungsklassen – auch für kleine und mittelständische Unternehmen – zielte die Arbeit darauf ab, das Stackverhalten mit möglichst wenig Messdaten präzise abzubilden und die Leistung des Stacks zu maximieren. Besonders hervorzuheben sind die hervorragend strukturierte und dokumentierte Softwareumgebung sowie die nachhaltige Nutzbarkeit der Ergebnisse, die eine wertvolle Grundlage für zukünftige Produktentwicklungsprozesse schaffen. Die Jury betonte, dass die Arbeit wissenschaftliche Qualität mit innovativen Methoden und hoher praktischer Relevanz verbindet und beispielhaft zeigt, wie die Ingenieurwissenschaften zur Bewältigung der gesellschaftlich dringenden Herausforderung einer nachhaltigen Energieversorgung beitragen können. Betreut wurde die Arbeit von Professor Dr.-Ing. Thilo Moshagen und Matthias Mischke von der BalticFuelCells GmbH in Schwerin. Auch bei dieser ausgezeichneten Arbeit unterstreicht die Zusammenarbeit mit dem regionalen Unternehmen den engen Praxisbezug und den konkreten Nutzen für die regionale Wirtschaft. Die geplante Veröffentlichung in einem Fachjournal bestätigt zudem die wissenschaftliche Bedeutung der Arbeit. Bereits im September dieses Jahres wurde Lukas Burmeister auf der Feierlichen Immatrikulation der Hochschule Wismar für seine Abschlussarbeit mit dem Preis der Ingenieurkammer Mecklenburg-Vorpommern 2026 ausgezeichnet. Während der Exmatrikulationsfeier der Fakultät für Ingenieurwissenschaften am kommenden Sonnabend, dem 7. November 2026, wird Lukas Burmeister schon wieder auf der großen Bühne stehen. Dann jedoch als Absolvent vor seinen ehemaligen Kommilitoninnen und Kommilitonen, um auf seine herausfordernde und erfolgreiche Studienzeit zurückzublicken.

Der Schweriner Innovationspreis
Die mit je 500 Euro dotierten vier Schweriner Innovationspreise werden seit 15 Jahren im Rahmen der Schweriner Wissenschaftswoche vergeben. Die Jury bestand in diesem Jahr aus Prof. Eike Fischer, Verein der Förderer von Hochschulen in Schwerin, Prof. Dr. Thomas Freiling, Hochschule der Bundesagentur für Arbeit (HdBA), Gilda Goldammer, Stadtwerke Schwerin, Prof. Dr. Sven Olsen, Berufsakademie Nord (BA Nord) und Prof. Dr.-Ing. Daniela Schwerdt, Hochschule Wismar.

Die Schweriner Wissenschaftswoche

Die Schweriner Wissenschaftswoche bezeichnet seit über 20 Jahren ein offenes Forum für die interessierte Öffentlichkeit – in besonderem Maße für Schüler-innen und Schüler, Studierende, Lehrende und Unternehmensangehörige. An fünf Tagen wird in Vorträgen und Workshops der aktuelle Forschungsstand zu relevanten Themen unserer Zeit aufgezeigt und es werden Anregungen für ein konkretes und nachhaltiges Handeln gegeben, in diesem Jahr unter dem Leitthema „Medizin der Zukunft“. Informationen zu den beteiligten Partnern sowie dem aktuellen Programm für die gesamte Woche vom 2. bis zum 6. November 2026 können folgender Webseite entnommen werden: www.schweriner-wissenschaftswoche.de.


Kontakt
Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte direkt an 
das Referat der Prorektorin für Forschung
Telefon: 03841 753 78 75
E-Mail: forschungsreferent_in@hs-wismar.de


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