Hightech-Sparte Grabenloses Bauen

Ein Mann erläutert zwei Besuchern etwas, wobei er auf ein orangefarbenes, vor ihm liegendes Rohr zeigt.
Auch vor dem Tagungsgebäude wurden von verschiedenen Firmen der Fachbranche Gerätschaften und Materialien präsentiert.
Quelle: Hochschule Wismar/C. Rudat

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Im Hörsaal ist von hinten, über die Köpfe der Teilnehmenden hinweg, Prof. Hölterhoff zu sehen.
Professor Jens Hölterhoff eröffnete das Vortragsprogramm am Bereich Bauingenieurwesen der Hochschule Wismar.
Quelle: Hochschule Wismar

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Die Kamera hat den Blick aus der ersten Etage auf die Ausstellungsstände im Foyer eingefangen.
Im Foyer des Tagungsgebäudes präsentierten sich verschiedene Firmen der Fachbranche und tauschten Erfahrungen mit den Teilnehmenden aus.
Quelle: Hochschule Wismar/C. Rudat

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Es ist ein orangefarbener Bohrkopf zu sehen, der auf der Fläche vor dem Haus 6 liegt.
Auch vor dem Tagungsgebäude wurden von verschiedenen Firmen der Fachbranche Gerätschaften, wie z. B. große Bohrköpfe, und Materialien präsentiert.
Quelle: Hochschule Wismar/J. Hölterhoff

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Prof. Hölterhoff spricht mit einer Teilnehmerin während ein weiterer Teilnehmer interssiert zuschaut.
Professor Jens Hölterhoff im Fachgespräch während der Tagungspause.
Quelle: Hochschule Wismar/C. Rudat

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(Wismar) Mehr als 100 Mitarbeitende von Kommunen, Stadtwerken, Ingenieurbüros sowie ausführenden Firmen waren am 13. und 14. April 2023 auf den Wismarer Campus gekommen, um sich über den neuesten Stand der Technik des grabenlosen Bauens zu informieren. Außerdem wurden zukünftige Absolventinnen und Absolventen der Ingenieurwissenschaften auf dieses Tätigkeitsfeld aufmerksam gemacht. Das ökologisch und ökonomisch beispielhafte grabenlose Bauen und Instandhalten von Erdleitungen aller Art wie z. B. Leitungen für Abwasser, Gas, Fernwärme, Frischwasser, Telekommunikation, Strom usw., wurde von Praktikern anhand von konkreten Projekten vorgestellt. Über die Vorträge im hochmodern ausgestatteten Gebäudekomplex hinaus haben 20 Firmen Ihre Produkte und Ihre Verfahren im Foyer sowie vor dem Haus 6 im Rahmen der Fachausstellung präsentiert und vorgeführt.

Die Zukunft im Blick
„Kaum ein anderer Bereich in der Bauverfahrenstechnik hat sich in den letzten 40 Jahren so rapide zu einer interdisziplinären Hightech-Sparte entwickelt wie die grabenlosen Bauverfahren“, so Professor Jens Hölterhoff, der an der Hochschule Wismar Baubetrieb und Bauverfahrenstechnik lehrt. „Grabenlose Technologien reduzieren nicht nur Bauzeiten, Kosten und Umweltaus-wirkungen. Sie ermöglichen Bauprojekte, die in offener Bauweise kaum umsetzbar wären“ unterstreicht der Professor die Vorzüge. „Die Branche benötigt daher nicht nur Nachwuchs aus dem Bauingenieurwesen, sondern auch aus den Bereichen der Elektrotechnik und Informatik, des Maschinenbaus sowie der Seefahrt, Anlagentechnik und Logistik“, blickt er über die Grenzen seines Fachgebietes hinaus.

Drei Themenkomplexe – ein Ziel
Ziel der Veranstaltung war es, diese moderne und seit über 40 Jahren weltweit bewährte Bautechnologie zum Wohl der Bevölkerung und der Umwelt weiter zu verbreiten. Der großen Spannbreite des Themas entsprechend bestand das Vortragsprogramm aus den drei Themenkomplexen „Reparatur“, „Renovierung“ und „Neubau/Erneuerung“.
Im ersten Themenkomplex wurden in drei Vorträgen die technischen Möglichkeiten der grabenlosen Reparatur, die Inspektion als Grundlage für die Sanierung sowie „Quick-Lock Edelstahlmanschetten – grabenlose Reparatur in hoher Qualität“ präsentiert.
Im Themenkomplex „Renovierung“ standen bereits vorhandene, schadhafte unterirdische Infrastrukturen im Fokus der Fachbeiträge. Sie reichten von der „Verfahrensvielfalt in der Druckrohrsanierung – maßgeschneiderte Lösungen für jeden Anwendungsfall“ über das „Lining mit GFK-Rohren in der Sanierungspraxis“ das „GFK-Schlauchlining – Praktische Erfahrungen und aktueller Stand der Technik“, das „Einzelrohr- und Rohrstranglining im Tight-in-Pipe Verfahren (TIP)“ sowie „Möglichkeiten und Praxisbeispiele des Pilotrohrvortriebes“ bis zu „Ansätzen zur Energiewende bei der Rohrsanierung“.
Im dritten Themenkomplex „Neubau/Erneuerung“ gab es unter anderem Einblicke in einen unterirdischen Stauraumkanal im Herzen Berlins, konkret den Groß-Rohrvortrieb dafür. Der Umgang mit erwarteten und unerwarteten Schwierigkeiten bei der Umverlegung einer 34“ Mineralölpipeline wurde in einem weiteren Vortrag beleuchtet. Auch Navigationssysteme für grabenlose Verlegeverfahren standen im Fokus sowie der Status des und ein Ausblick auf den Glasfaserausbau in Deutschland. Anwendungsbereiche und Innovationen im grabenlosen Leitungsbau wurden vorgestellt und diskutiert.
Die Referenten waren aus allen Teilen Deutschlands angereist

Bereichernde Fachpartnerschaft
Die Veranstaltung wurde vom Bereich Bauingenieurwesen der Hochschule Wismar gemeinsam mit dem German Society for Trenchless Technology e. V.“ (GSTT) organisiert. Außerdem wurde sie vom „Kompetenzzentrum Bau Mecklenburg-Vorpommern“, einer zentralen wissenschaftlichen Einrichtung der Hochschule Wismar, von der Ingenieurkammer Mecklenburg-Vorpommern, dem Bauverband Mecklenburg-Vorpommern und dem Rohrleitungsverband e. V. (rbv) unterstützt.

Kontakt
Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte direkt an
Die Fakultät für Ingenieurwissenschaften, Bereich Bauingenieurwesen
Prof. Dipl.-Ing. Jens Hölterhoff
Telefon: 03841 753-76 10
E-Mail: jens.hoelterhoff@hs-wismar.de


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