Dieses Boot steht nun für anwendungsorientierte Forschungsaktivitäten und Technologietransfer am Bereich Bauingenieurwesen der Fakultät für Ingenieurwissenschaften unserer Hochschule zur Verfügung. Es konnte unter Zuwendung des Landes Mecklenburg-Vorpommern aus Mitteln des EFRE, kofinanziert von der Europäischen Union, beschafft werden und wird in verschiedenen Einsatzgebieten (Nord- und Ostsee, Fließgewässer und Binnenseen) zur Erhebung gewässerbezogener Daten sowie Gewässergütedaten dienen. Die Messungen selbst erfolgen dabei mit einer mobilen Multiparametersonde, welche ebenfalls über EFRE-Fördermittel beschafft werden konnte, sowie mit einem ADCP-Messgerät. Des Weiteren kommt das Boot bei der Wartung der vorhanden Wellen- und Temperaturmessbojen zum Einsatz.
Professorin Koppe und ihr Forschungsteam vom Fachgebiet Wasserbau und Hydromechanik leisten dadurch nicht nur einen wichtigen Beitrag zum Monitoring regionaler Gewässer. Die gewonnenen Daten können ebenfalls direkt in bautechnische Planungen einfließen, wie zum Beispiel bei der Erstellung von Hafenanlagen und Hochwasserschutzanlagen und in die Weiterentwicklung von Berechnungsmodellen zur Erfassung von Belastungsdaten in der wasserbaulichen Planung sowie zur Bewertung der Gewässerökologie. Darüber hinaus sollen die Messdaten im Rahmen der Forschung zur Gewässerthermie eingesetzt werden und so zur klimaneutralen Transformation der Wärmeversorgung in Deutschland beitragen.
Prof. Dr.-Ing. Bärbel Koppe ist gleichfalls Namenspatin für die neue „Bärbel“, die mit einer Länge von 6,55 m ausreichend Platz für Technik und eine 8-köpfige Besatzung bietet. Die Bootstaufe fand bereits zwei Tage vor dem ersten Messeinsatz auf dem Schweriner See, am 10. Juni 2026, statt. Denn nach dem Glauben der Seefahrer_innen muss die Taufe stets vor der ersten Ausfahrt stattfinden, um Boot und Besatzung vor Seeunglücken zu schützen.
Wir wünschen Professorin Koppe und ihrem Team immer eine Handbreit Wasser unterm Kiel!


