(Wismar/Rostock-Warnemünde) Am Mittwoch, dem 23. September 2026, fand im Theater der Hansestadt Wismar die Feierliche Immatrikulation der Hochschule Wismar statt. Rund 2090 Erstsemester, darunter rund 740 im Direkt- und 1.350 im Fernstudium wurden herzlich willkommen geheißen. Auch Verwandte, Freunde und weitere Gäste konnten vom voll besetzten Theaterparkett oder Balkon aus die Begrüßungen, Redebeiträge und Preisverleihungen auf der Bühne verfolgen. Zur Tradition gehört ebenso, dass unmittelbar nach der Zeremonie alle vom Rektor und dem Wismarer Bürgermeister zum traditionellen Freibier eingeladen werden und beim Ersti-Rummel den Studienstart feiern können.
Als erstes begrüßte Professor Dr.-Ing. Martin Krohn in seiner Funktion als Vorsitzender des XIII. Senats die neuen Erstsemester und versprach den Studierenden, dass alle Kolleginnen und Kollegen der Hochschule sie mit Freude und Engagement bei ihrem Studium unterstützen werden. Er ermutigte sie, ihre akademische Ausbildung nicht nur zu nutzen, um sich einen wachen kritisch-rationalen Blick auf das eigene Fachgebiet anzueignen, sondern auch für einen weltoffenen bunten Campus einzutreten, in dem es keinen Platz für Rassismus und Antisemitismus oder für Ausgrenzung und Intoleranz gibt. Mit Lebensfreude und einem optimistischen Blick in die Zukunft, so Prof. Krohn, sollten alle einen Betrag leisten, um die Welt ein wenig besser zu machen.
Anschließend nahm der Rektor der Hochschule Wismar, Prof. Dr. jur. Bodo Wiegand-Hoffmeister, mit seinem Willkommensgruß die neu Immatrikulierten ganz offiziell in den Kreis der Körperschaft der Studierenden auf. Er begrüßte sie an dem – ihrem – Ort der in den kommenden Semestern ihre akademische Heimat und ihr Lebensmittel-punkt sein werden. „Die erfreulichen Immatrikulationszahlen zeigen, dass die Hochschule Wismar stark und attraktiv aufgestellt und ihr Studienangebot sowohl im Präsenz- als auch im Fern- und Onlinebereich zukunftsfähig ist.“, so der Rektor zur aktuellen Situation. Er betonte außerdem: „Vor dem Hintergrund ist von besonderer Bedeutung, dass im Zuge der anstehenden Regierungsneubildung die Rahmenbedingungen verlässlich bleiben."
Erstmals nahm Frank Junge, seit rund zwei Monaten neuer Bürgermeisters der Hansestadt Wismar, mit einem Grußwort an der Feierlichen Immatrikulation teil. „Ich freue mich sehr, dass so viele Studierende aus ganz Deutschland und aus vielen weiteren Ländern nach Wismar kommen. Sie bereichern unsere Stadt und ich wünsche Ihnen viel Erfolg.“, so Junge. Das Stadtoberhaupt und der Senatsvorsitzende haben gemeinsam die von der Hansestadt ausgelobten und mit je 500 Euro dotierten Gottlob-Frege-Preise 2026 an folgende Absolventinnen und Absolventen vergeben:
Mario Zein M.A.,
Fakultät Gestaltung,
Master-Studiengang Architectural Lighting and Design Management
Thema: Illuminating the Womb: Narrative Luminance for Beirut's Last War Ruin
Betreuer: Prof. Dr.-Ing. ThomasRömhild,
Stefan Kapsreiter M. Sc.
Fakultät für Ingenieurwissenschaften,
Master-Studiengang Angewandte Informatik
Thema: Niederschlags-Nowcasting mit Diffusionsmodellen auf Radarfeldern aus Satellitendaten
Betreuer: Prof. Dr.-Ing. Falk Krüger,
Bertram Braun MBA
Fakultät für Wirtschaftswissenschaften
Master-Fernstudiengang Gesundheitsmanagement
Thema: Strukturelle Grenzen von iMVZ unter Private Equity - Ursachen, Folgen und Lösungsansätze für nachhaltige Versorgungsmodelle
Betreuer: Dr. Wolfgang Greiner
Die Auszeichnung mit dem Gottlob-Frege-Sonderpreis für Bachelor-Arbeiten – von der Hochschule Wismar mit 300 Euro dotiert – wurde vergeben an:
Leon Stahlkopf B.A.
Fakultät Gestaltung,
Bachelor-Studiengang: Architektur
Thema: Nachhaltiger Neubau für eine Demenzwohngruppe und Tagespflege auf der Insel Poel als Modellprojekt für zukunftsfähige Pflege- und Wohnformen Betreuer: Prof. Martin Wollensak
Steffen Güll, Vorstandsmitglied der Ingenieurkammer M-V, überreichte die Urkunde für den Preis der Ingenieurkammer Mecklenburg-Vorpommern 2026 und das Preisgeld in Höhe von 500 Euro an Lukas Burmeister M. Eng. Er hat sein Master-Studium „Mechatronik“ mit Auszeichnung“ (1,0) bei Prof. Dr. Thilo Moshagen abgeschlossen. Das Thema seiner Abschlussarbeit lautet: Thema: „Erprobung DoE-gestützter Modellbildungsansätze für einen Brennstoffzellen-Stack insbesondere zur Optimierung des Betriebsverhaltens“.
Als Präsident des Studierendenparlaments (StuPa) begrüßte David Altmann die neuen Kommilitoninnen und Kommilitonen auf studentische Art. Gemeinsam mit dem Vorsitzenden des Allgemeinen Studierendenausschusses (AStA), Lukas Burmester, verkündete David Altmann die Namen der Preisträger_innen für das Studentische Engagement: Vanessa Eickelberg, Ludwig Finke, Samira Korth, Anna Pommerenke und Lilli Schubert. Alle Ausgezeichneten haben sich weit über das normale Maß hinaus engagiert, in den Fachschaftsräten, im AStA, StuPa oder bei der Organisation und Durchführung von Großereignissen auf dem Campus sowie als verlässliche Ansprechpartner_innen für Studierende und Erstsemester.
Zum Abschluss der Festveranstaltung gratulierte der Rektor der Hochschule Wismar herzlich der afghanischen Studentin Muzhdah Shayan zum mit 1.000 Euro dotierten Preis des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) 2026. Die 25-Jährige studiert im Master-Studiengang International Management. Muzhdah Shayan beeindruckt nicht nur durch ragende akademische Leistungen, großes persönliches Engagement und ihren außergewöhnlichen Bildungsweg, den sie trotz der schwierigen politischen Situation in Afghanistan konsequent verfolgt hat. Sie engagiert sich in besonderem Maße für die internationale Studierendengemeinschaft und hat als Teamleiterin und Hauptorganisatorin zahlreiche interkulturelle Veranstaltungen an der Hochschule Wismar sowie in der Hansestadt Wismar erfolgreich mitgestaltet und damit die Verbindung zwischen internationalen Studierenden und der lokalen Bevölkerung gestärkt. Sehr gute Platzierungen und Auszeichnungen im Team konnte sie bei Ideenwettbewerben erzielen und bringt seit Anfang des Jahres ihre Erfahrungen als studentische Hilfskraft in den Studiengang ein. Sie möchte ihre eigenen Bildungschancen nutzen, um andere Frauen und Mädchen, insbesondere aus Afghanistan, zu ermutigen und sich langfristig für Bildung, Teilhabe und gesellschaftlichen Zusammenhalt einzusetzen. Muzhdah Shayan verkörpert in besonderer Weise die Werte, für die der DAAD-Preis steht.
Nach dem Festakt lud der Bürgermeister gemeinsam mit dem Rektor zum Freibier sowie zum anschließenden Ersti-Rummel ein. Diese Veranstaltung bietet die Möglichkeit sich in lockerer Atmosphäre unabhängig vom Studienfach kennenzulernen und gemeinsam Spaß zu haben. Dafür haben studentischen Gremien, die Fakultäten, zentrale Hochschuleinrichtungen und Sportvereine einen Campus-Parcours vorbereitet, der Einblicke in Hochschulangebote außerhalb der Lehre bietet. So standen neben Sprachen-Quiz, Riesen-Jenga, Schokokussschleuderzielwurf, Nagelklopfen, ein Frisbee-Spiel und unter anderem ein Handdruckspritzenballspiel der Feuerwehr sowie eine Tombola mit Preisen rund um den Campus auf dem Programm. Verpflegt wurden die Teilnehmenden vom AStA und Studentenclub Block 17 e.V. Die Semestereröffnungsparty im Studentenclub Block 17 wird traditionell am Mittwochabend gefeiert.
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