Bewerbungscoaching und Bewerbungsmappencheck

Starten Sie von Beginn an präzise in den Bewerbungsprozess

Wir bieten allen Studierenden der Hochschule Wismar individuelle Beratungsgespräche, in denen wir gemeinsam die Chancen und Möglichkeiten des zukünftigen Karriereweges analysieren. Dabei gehen wir auf die folgenden Beratungsschwerpunkte ein:

  • In der Karriereberatung gehen wir den individuellen Neigungen auf den Grund und finden so gemeinsam die Richtung für jeden einzelnen Berufsweg.
  • Im Bewerbungsmappencoaching nehmen wir die gesamte Bewerbungsmappe genau unter die Lupe, um gegebenenfalls Verbesserungsvorschläge anzubieten.
  • Wir bereiten die Studierenden zudem auf ein Vorstellungsgespräch sowie auf ein Assessment Center vor.
  • Wir bieten Informationen über regionale und überregionale Arbeitgeber.
  • Außerdem wollen wir die Studierenden über diverse Einstiegsmöglichkeiten nach ihrem Abschluss informieren.

Für eine Terminvereinbarung können Sie uns per E-Mail kontaktieren. Die Beratungsgespräche werden über den Karriereservice des Robert-Schmidt-Instituts der Hochschule Wismar angeboten. Für Studierende und Absolventen sind diese Angebote kostenfrei. Eine Beratungseinheit beansprucht in der Regel eine Stunde.

Kontakt

Robert-Schmidt-Institut der Hochschule Wismar
Karriereservice
Philipp-Müller-Str. 12
23966 Wismar

karriere@hs-wismar.de

Optimal auf den Bewerbungsprozess vorbereiten

Im Internet gibt es zahlreiche Beispiele und Muster, wie man seine Bewerbungsunterlagen optimal formuliert und aufbaut. Bei Ihrer Recherche werden Sie jedoch feststellen, dass sich diese oft sehr stark unterscheiden, ebenso wie die Vielzahl der ausgeschriebenen Stellen sowie die Werte und Kulturen eines jeden Unternehmens. Jeder Job verlangt nach einer individuellen Persönlichkeit. Nutzen Sie IHRE Individualität!

Das Unternehmen und die Stellenausschreibung

Bevor Sie beginnen, Ihre Bewerbung zu gestalten und das Anschreiben zu formulieren, heißt es, das Unternehmen und dessen Werte, das Team und vor allem die Stellenausschreibung genau zu studieren. 

Handelt es sich um ein junges, dynamisches Team oder ist das Unternehmen konservativ aufgestellt? Wer bekommt Ihre Bewerbung als erstes auf den Tisch? Hat das Unternehmen einen facebook-Auftritt? Gibt es Forenbeiträge? Finden Sie heraus, welche "Sprache" das Unternehmen spricht. Nur wenn Sie den Nerv des Lesers treffen und sein Interesse wecken, stechen Sie aus der Masse der Bewerbungen heraus und haben eine Chance auf eine Einladung zum Vorstellungsgespräch. 

Fazit: Sie sollten also Standardbewerbungen vermeiden, die theoretisch auf jede Stelle passen. Der Empfänger Ihrer Bewerbung muss vielmehr merken, dass Sie sich mit dem Unternehmen und der Stellenbeschreibung auseinandergesetzt und nach den gestellten Anforderungen verfasst haben.

 

Der Lebenslauf

Mit Ihrem Lebenslauf skizzieren Sie Ihrem potentiellen Chef Ihren bisherigen beruflichen Werdegang. Sie schließen also den Kreis zum Anschreiben, indem Sie ihm aufzeigen, in welchen Stationen Sie die im Anschreiben aufgeführten Kenntnisse und Qualifikationen erlangt haben. 

  1. Persönliche Angaben
    Zu den persönlichen Angaben gehören in jedem Fall NameAdresse und Kontaktdaten, also Email und/oder Telefon. Alle weiteren Angaben zum Alter, Geburtsort, Geschlecht, Familienstand sowie zur Nationalität oder Religion sind laut AGG keine Pfichtangaben! Dies bedeutet nicht, dass Sie diese zwingend weglassen sollten. Letzendlich kommt es auf die Einstellung des Personalers an. Es bleibt also zu sagen: Stehen Sie zu sich selbst und überlegen Sie sich eine Strategie.
  2. Akademische Ausbildung & Berufserfahrung
    Ihren Lebenslauf sollten Sie möglichst strukturiert formulieren. Er muss dabei nicht zwingend von vorn bis hinten chronologisch aufgebaut sein. Wichtig ist, dass Sie Ihre akademische Ausbildung von Ihrer Berufserfahrung trennen und in den einzelnen Abschnitten mit den aktuellen Stationen beginnen. 
  3. Praktische Erfahrungen 
    Ein weiterer Abschnitt kann Ihre gesammelten praktischen Erfahrungen im Rahmen von Praktika und Nebentätigkeiten enthalten, welche einen Bezug zu Ihrem Studium aufweisen. Diese Tätigkeiten können Sie unter die Überschrift studienbegleitende Tätigkeiten zusammenfassen. Ihre Praktika erhalten eine separate Überschrift.
  4. Außeruniversitäre Tätigkeiten und Engagement 
    In diesem Abschnitt können Sie Ihr soziales Engagement, sofern vorhanden, sowie andere außeruniversitäre Tätigkeiten auflisten, welche keinen unmittelbaren Bezug zu Ihrem Studieninhalt aufweisen, wie z.B. Trainer einer Handballmannschaft oder die Mitgliedschaft in einem studentischen Gremium.
  5. Sonstige Kenntnisse und Fähigkeiten
    Unter diese Überschrift summieren Sie alle Kompetenzen, wie Sprachen, PC-Kenntnisse, Führerschein etc.
  6. Hobbys und Interessen
    Zum Thema Hobbys teilen sich die Meinungen. Es empfiehlt sich daher, nach Ihrem Bauchgefühl und der Art der ausgeschriebenen Stelle sowie dem Unternehmensauftritt zu entscheiden, ob und welche Hobbys Sie in Ihrem Lebenslauf erwähnen. Nennen Sie in jedem Fall nur die Hobbys, welche Sie tatsächlich regelmäßig betreiben.
  7. Lücken im Lebenslauf
    Verschweigen Sie keine Lücken in Ihrem Lebenslauf. Der Leser Ihrer Bewerbung wird Sie mit hoher Wahrscheinlichkeit in einem möglichen Vorstellungsgespräch darauf ansprechen. Diese Zeiten können Sie als Orientierungsphase benennen. Auch Auszeiten wie ein Auslandsaufenthalt nach erfolgreichem Abschluss sollten Sie nicht mit erfundenen Fakten kaschieren. Stehen Sie zu Ihren Entscheidungen, sei es ein Studienabbruch, eine bewusste Auszeit oder eine Orientierungsphase. 
  8.  

Fazit: Gestalten Sie Ihren Lebenslauf chronologisch rückwärts und so übersichtlich und strukturiert wie mögich. Unter jede berufliche Station fassen Sie zwei bis drei Ihrer ausgeübten Kerntätigkeiten zusammen (möglichst mit Bezug zur ausgeschriebenen Stelle).

Das Motivationsschreiben/die dritte Seite

Es gibt weder eine klare Definition für ein Motivationsschreiben, noch ist der Bewerber an etwaige Vorgaben gebunden. Vielmehr soll auf eine kreative Art und Weise die individuelle Motivation für die Bewerbung zum Ausdruck gebracht werden. Hierbei sind jedoch einige wichtige Aspekte zu beachten, um die Aufmerksamkeit des Lesers nicht zu verlieren:

  • Verzichten Sie auf Sätze ohne relevanten Inhalt (Bsp.: "Durch Recherchearbeiten bin ich auf Ihr Programm aufmerksam geworden.").
  • Verlieren Sie nicht Ihren "Roten Faden".
  • Vermeiden Sie Wiederholungen aus Ihrem Lebenslauf.
  • Beschreiben Sie an konkreten Situationen aus Ihrem Lebenslauf, wie Sie Ihre Fähigkeiten entwickelt und erweitert haben.
  • Erwähnen Sie nur die für die Stelle relevanten Informationen.
  • Kopieren Sie keine Standardsätze!
  •  

Zentral soll das Motivationsschreiben Ihre individuelle Motivation für die Stelle zum Ausdruck bringen. Betreiben Sie Marketing in eigener Sache und halten Sie den Leser mit Kernaussagen bei Laune. Dabei sollten Sie sich an folgenden Fragen orientieren:

  • Warum sind Sie motiviert, genau diese Stelle anzutreten?
  • Was sind Ihre Fähigkeiten und Qualifikationen?
  • Wie können Sie in dieser Stelle Ihre Fähigkeiten und Qualifikationen einbringen?
  • Warum sind gerade Sie für die Stelle geeignet?
  • In welcher Weise könnte das Unternehmen von Ihnen profitieren?
  • Inwiefern können Sie sich in dieser Stelle weiterentwickeln?
  •  

Ihr Motivationsschreiben sollte einen Seite nicht überschreiten. Vergewissern Sie sich, dass das Schreiben genau auf die konkrete Stelle zugeschnitten ist und keinem Muster oder Standard entspricht. 

Fazit: Machen Sie klar, warum Sie die ideale Besetzung der Stelle darstellen. Haben Sie sich erst einmal mit Ihren Fähigkeiten und Kompetenzen auseinandergesetzt, müssen diese Informationen nur noch in eine sinnvolle und für den Leser ansprechende Art verbunden und niedergeschrieben werden.

Das Layout der Bewerbung

Neben dem Inhalt Ihrer Bewerbung ist das Layout von zentraler Bedeutung. Noch bevor der Empfänger den ersten Satz Ihrer Bewerbung gelesen hat, bekommt er durch das Layout einen ersten Eindruck von Ihrer Arbeitsweiese. Ihre Unterlagen sollten daher übersichtlich und in einem einheitlichen Layout gestaltet sein. Die DIN 5008 gibt eine Orientierung zur Gesaltung eines Geschäftsbriefes und ist als Empfehlung zu verstehen. Hinsichtlich des Aufbaues Ihrer Bewerbung können Sie sich an folgender Reihenfolge orientieren:

  1. Deckblatt (optional)
  2. Anschreiben
  3. Lebenslauf
  4. Motivationsschreiben/Dritte Seite (optional/wenn gefordert)
  5. Anlagenübersicht (optional)
  6. Anlagen (in chronologischer Reihenfolge zum Lebenslauf)
  7.  

Schriftart 
Verbreitet sind die Schriftarten Arial oder Times New Roman. Festgelegt sind diese jedoch nicht, sodass Sie auch eine andere Schriftart verwenden können, sofern sie gut lesbar ist und nicht zu sehr ablenkt. Wichtig ist, dass Sie in Ihrer gesamten Bewerbung EINE einheitliche Schriftart verwenden. Tipp: Finden Sie heraus, welche Schriftart das Unternehmen verwendet.

Schriftgröße 
Optimal ist eine Schriftgröße von 12 Punkt. Sie sollte 11 Punkt jedoch nicht unterschreiten, wobei es generell von der jeweiligen Schriftart abhängt. 

Schriftfarbe 
Wählen Sie schwarz oder ein gut lesbares grau.

Format 
Das Hochformat ist natürlich das gängiste Format. Wobei auch Bewerbungen im Querformat möglich sind. Erlaubt ist, was kreativ UND seriös ist. 

Satzausrichtung 
Festgelegt ist die Satzausrichtung laut DIN 5008 nicht und ist im Wesentlichen Geschmackssache. Wir empfehlen jedoch die linksbündige Satzausrichtung, da sich Ihr Anschreiben so leichter lesen lässt, mehr Orientierungspunkte bietet und lebendiger wirkt. Zudem entstehen keine unschönen Abstände zwischen den einzelnen Wörtern. 

Zeilenabstände 
Wählen Sie einen einzeiligen Zeilenabstand.

Seitenzahlen 
Nummerieren Sie Ihre gesamte Bewerbung, wobei Sie auf dem Deckblatt und Ihrem Anschreiben auf eine sichtbare Seitenzahl verzichten sollten.

Kopf- und Fußzeilen 
Verwenden Sie eine einheitliche Kopf- und Fußzeile auf jedem Blatt Ihrer Bewerbung, damit die Zuordnung zu Ihrer Person zu jeder Zeit möglich ist. Wir empfehlen als Kopfzeile Ihren Namen sowie Ihren (angestrebten) Studienabschluss. In die Fußzeile schreiben Sie bitte Ihren Namen sowie Ihre Adresse und Kontaktdaten.

Foto 
Investieren Sie in ein gutes Bewerbungsbild, denn leider scheitern Bewerbung auch an unvorteilhaften Aufnahmen. Sollten Sie ein Deckblatt verwenden, bringen Sie Ihr Bild auf dem Deckblatt unter. Ansonsten gehört Ihr Bewerbungsbild auf den Lebenslauf.

Lebenslauf 
Das Layout des Lebenslaufes orientiert sich im Wesentlichen an dem des Anschreibens. Nutzen Sie also dieselbe Schriftart, -größe und -farbe. Natürlich können Sie im Lebenslauf mehr kreative Handgriffe anwenden. Jedoch empfehlen wir, Formatierungen wie unterschiedliche Schriftgrößen, fett oder kursiv gedruckte Wörter nur sparsam einzusetzen, um ein harmonisches Design zu erzeugen. Tipp: Sollten Sie Farben im Design Ihres Lebenslaufes verwenden, nutzen Sie die Farben des jeweiligen Unternehmens.

Sollte es Ihnen schwer fallen, ein eigenes Layout für Ihre Bewerung zu gestalten, recherchieren Sie zunächst im Internet und orientieren Sie sich an ansprechenden Vorlagen und Mustern. 

Fazit: Die Optik Ihrer gesamten Bewerbung gibt Aufschluss darüber, wie Sie arbeiten und wer Sie sind - jedenfalls bildet sich beim Leser danach ein erster Eindruck über Sie! Gestalten Sie daher ein harmonisches Layout, welches sich einheitlich durch die gesamte Bewerbung zieht und setzten Sie Formatierungen nur dosiert ein. 

Die Onlinebewerbung

Im Zeitalter des WEB 2.0 kommt es nur noch selten vor, eine Bewerbung im Mappenformat postalisch an das Unternehmen zu senden. Üblich sind vielmehr Onlinbewerbungen, sei es per Mail oder per Eingabe der Daten in das Bewerberportal des jeweiligen Unternehmens. 

Die Möglichkeiten und die Art und Weise, ein Unternehmen von den eigenen Potentialen zu überzeugen und darauf aufmerksam zu machen, sind Dank des WWW unbegrenzt. Die Erstellung eines Profils auf XING, LinkedIN oder Facebook stellen nur eine Möglichkeit dar. Denkbar sind darüber hinaus auch eine eigene Homepage, ein Youtube-Channel, ein Blog usw., auf den man das betreffende Unternehmen bewusst lenkt. Mehr zum Einsatz sogenannter "Personal-Branding-Maßnahmen" unter Ihre Spuren im WWW.

Sollten Sie Ihre Bewerbung per E-Mail an Ihren potentiellen Arbeitgeber versenden, sollten Sie Folgendes beachten: 

Eine PDF-Datei 
Versenden Sie Ihre gesamte Bewerbung, vom Deckblatt bis zum letzten Zeugnis, in EINER PDF-Datei. Der Personaler wird keine Zeit und Motivation haben, sich jedes einzelne Dokument herunterzuladen, abzuspeichern und auszudrucken. Die höchst zulässige Größe der Datei unterscheidet sich von Unternehmen zu Unternehmen. Üblich ist einen Größe von nicht mehr als 3,5 MB. 

Probedruck 
Bevor Sie Ihre Bewerbung per E-Mail versenden, drucken Sie sich Ihre Unterlagen in Farbe und in schwarz-weiß aus. So stellen Sie sicher, dass Ihr Layout und besonders Ihr Foto gut zu erkennen ist. 

E-Mail-Text 
Verfassen sie keinen langen E-Mail-Text. Formulieren Sie einen freundlichen und interessanten Satz und verweisen dann vielmehr auf Ihr Anschreiben bzw. Ihre Bewerbungsunterlagen im Anhang. 

Betreff 
Formulieren Sie Ihren E-Mail-Betreff identisch zu Ihrem Anschreiben.

Datei-Name 
Achten Sie darauf, dass der Datei-Name Ihrer Bewerbung Ihren vollständigen Namen sowie die betreffende Stelle enthält.

Fazit: Die Onlinebewerbung optimiert den Bewerbungsprozess auf beiden Seiten. Achten Sie also darauf, Ihre Online-Bewerbung so zu versenden, dass sie für den Empfänger leicht zuzuordnen, zu öffnen und auszudrucken ist.

Der Messebesuch

Recruitingmessen bieten Ihnen die Gelegenheit, einfach, schnell und in entspannter Atmosphäre potentielle Arbeitgeber kennenzulernen. Unternehmen unterschiedlicher Branchen und Regionen stellen ihre Unternehmen vor und informieren über ihre Angebote für Direkteinsteiger, Trainees und Praktikanten.

Auch auf Recruitingmessen gilt der Grundsatz, sich wie auf ein offizielles Vorstellungsgespräch vorzubereiten, daher sollten Sie folgende Vorbereitungen treffen:

  • Verschaffen Sie sich im Vorfeld einen Überblick über die ausstellenden Unternehmen. 
  • Wählen Sie ein adäquates Outfit.
  • Recherchieren Sie die Unternehmen, die Sie besonders interessieren.
  • Skizzieren Sie sich einen groben Gesprächsleitfaden, um den Unternehmensvertretern in einem möglichen Gespräch kompetent und informiert gegenüberzustehen.
  • Bereiten Sie Ihre Unterlagen vor.

Um bei Ihrem Gesprächspartner in Erinnerung zu bleiben, sollten Sie sich Visitenkarten, oder besser noch, einen Bewerbungsflyer erstellen. So hat das Unternehmen auf einen Blick Ihren bisherigen Werdegang sowie Ihre Kompetenzen und Potentiale zusammengefasst. Vermerken Sie außerdem, wann Sie dem Unternehmen zur Verfügung stehen, in welchem Bereich Sie einsteigen wollen und in welcher Form Sie eine Beschäftigung suchen.

Bei der Gestaltung Ihres Flyers berät Sie das Team des Karriereservice gern.

Fazit: Gehen Sie nie unvorbereitet auf eine Jobmesse! Nutzen Sie die Chance, in kurzer Zeit möglichst viele potentielle Arbeitgeber kennenzulernen. Überlegen Sie sich eine Strategie, Ihre Fähigkeiten und Kompetenzen zu vermarkten und bei den Unternehmen in positiver Erinnerung zu bleiben!

Die Spuren im WWW

Wenn Sie sich bei einem Unternehmen bewerben und in die engere Auswahl für die entsprechende Stelle kommen, können Sie davon ausgehen, dass Ihr Name in die bekannte Suchmaschine eingegeben wird. Unvorteilhafte Fotos, unqualifizierte Forenbeiträge oder ein mangelndes XING-Profil lassen Ihre Chancen auf die Wunschstelle schnell sinken. Sie sollten also sicherstellen, dass Sie entsprechende Dinge bereinigen und im Sinne Ihrer positiven Reputation einen optimalen Webauftritt aufbauen.

Googeln Sie sich selbst 
Steuern Sie bewusst Ihre Onlinereputation. Dazu sollten Sie sich zunächst einmal selbst googeln, um herauszufinden, welche Inhalte sich im WWW unter Ihrem Namen bündeln. Wichtig: Setzten Sie Ihren Namen in Anführungszeichen!  

Karrierenetzwerke 
Im Gegensatz zu Facebook sind XING und Co. Business-Netzwerke, wobei XING mit mehr als 10 Mio. Mitgliedern das größte darstellt. Diese Netzwerke stellen eine großartige Chance dar, seine Kompetenzen und beruflichen Qualifikationen darzustellen. Der neue Chef, aber auch potentielle Kunden und Geschäftspartner informieren sich gern auf XING und Co. über Sie. Nutzen Sie also die Möglichkeit, Ihr Profil so individuell, interessant und konktret wie möglich zu gestalten. Mehr Tipps zum optimalen Xing-Profil unter Ihr Xing-Profil.

Private Netzwerke
Der eigene Youtube-Kanal, Blog oder Instagram-Account gehören, ebenso wie das Facebook-Profil zu den privaten Netzwerken, wenngleich ebenso fachliche oder berufliche Inhalte auf diesen Kanälen kommuniziert werden können. Dass das Partybild von letzter Nacht keinen positiven Eindruck bei Ihrem potentiellen Chef hinterlässt, muss hier nicht erwähnt werden. Vielmehr soll darauf hingewiesen werden, dass sich private Webauftritte auch lohnen können, vorausgesetzt der Inhalt ist seriös und relevant für die Stelle. Dies könnte bspw. der Fall sein, wenn Sie in Ihrem Blog/Homepage als Experte für ein bestimmtes Thema auftreten und kontinuierlich darüber berichten. 

Fazit: Es heißt, "das WWW vergisst nichts". Achten Sie also darauf, wie Sie wo welche Inhalte platzieren. Seien Sie aktiv, vernetzen Sie sich, tauschen Sie Erfahrungen aus und halten Sie Ihr Profil so aktuell wie möglich!

Ihr Xing-Profil

XING ist das Facebook Ihrer Geschäftskontakte, Sie nutzen es also wie eine Art mediale Visitenkarte. Um sich erfolgreich zu präsentieren, sollten Sie Folgendes beachten:

  1. Der wichtigste Punkt zur Verfeinerung des Profils ist die Registerkarte „Businessdaten“. In dem  Bereich „Ich suche“ geben Sie möglichst die Fachbegriffe ein, bei denen Sie durch andere XING-Mitglieder Unterstützung benötigen, bspw. „Finanzberater“ oder „Verleger“. Wichtig ist, dass Sie die Stichwörter einzeln und per Komma trennen, da XING für die einzelnen Wörter Verlinkungen erstellt und Sie damit jene Personen finden können, welche das entsprechende Stichwort auf Ihrer Seite verwenden. Möchten Sie anderen XING-Mitgliedern helfen und kennen Sie sich in einem Themengebiet aus, so können Sie dies in der Rubrik „Ich biete“ veröffentlichen.
  2. XING bietet Ihnen zudem die Möglichkeit, Ihren tabellarischen Lebenslauf auf der persönlichen Seite zu veröffentlichen. Achten Sie dabei auf eine richtige, lückenlose und chronologische Angabe der Daten. Sie sollten auf komplizierte und unklare Berufs-bezeichnung verzichten – erstellen Sie den Lebenslauf so, dass er einfach verständlich ist.
  3. Des Weiteren können Sie Ihre Erfolge hervorheben. Diese können Sie entweder unter dem Punkt „Referenzen & Auszeichnungen“ oder unterhalb der Registerkarte „Über mich“ publizieren. Bei der ersten Variante können Sie bspw. Grafiken oder Zeugnisse hochladen, die zweite Variante bietet Ihnen eine freie Gestaltungsmöglichkeit.
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Tipps und Tricks zur Verwendung von XING:

  • Unter dem Punkt „Startseite anpassen“ können Sie die angezeigten Inhalte bearbeiten – lassen Sie sich die Geburtstage Ihrer Kontakte anzeigen. Es kann einen sehr positiven Eindruck hinterlassen, wenn Sie Ihren Businesskontakten persönlich gratulieren.
  • Die Kartenansicht verrät Ihnen, welche Ihrer Kontakte sich in unmittelbare Nähe befinden. Durch diese Funktion können Sie spontane Treffen vereinbaren und Beziehungen aufrechterhalten.
  • Verwenden Sie in Ihrem Profil ein möglichst aktuelles und Ihrer Fachrichtung entsprechendes, angemessenes Profilbild.
  • XING bietet eine Gruppenfunktion an. Nutzen Sie diese Gruppen zur Jobsuche, indem Sie Gruppen wie bspw. „offene Stellenangebote“ oder „Jobangebote“ beitreten.
  • Verwenden Sie für Ihr XING-Profil eine E-Mail-Adresse, welche Sie regelmäßig abrufen oder (besser noch) mit Ihrem Smartphone synchronisiert haben. Sie können dann sofort reagieren, sollten Sie von einem Unternehmen ein Jobangebot erhalten.
  • Halten Sie Ihr Profil immer aktuell und vollständig. Achten Sie darauf, dass Sie alle Referenzen und (für den Beruf relevanten) Interessen auf Ihrem XING-Profil verdeutlichen. Oftmals haben die Unternehmen klare Vorstellungen in Bezug auf die geforderten Qualitäten der potentiellen Arbeitnehmer. Je mehr Aspekte Sie angegeben haben, desto wahrscheinlicher ist die erfolgreiche Anstellung.
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Fazit: Halten Sie Ihr Profil so aktuell wie möglich und verfeinern Sie Ihre Angaben möglichst genau. Denn desto konkreter Sie Ihre Qualifikationen und Ihr Know-how beschreiben, desto mehr heben Sie sich von der Masse ab.