Erinnerungsporträts werden unterstützt

Selbstporträt Moritz Jason Wippermann im Spiegelbild mit Deerstalker Hut, 350 x 350 mm, Ölpastell auf Papier
Quelle: Moritz Jason Wippermann
Moritz Jason Wippermann während der Rostocker Summer Scholl 2019 im Atelier
Quelle: Thomas Häntzel, Fotoagentur nordlicht
Moritz Jason Wippermann im Profil
Foto: Nele Bielenberg
Moritz Jason Wippermann beim Druck seiner Linolschitte, 2015
Quelle: Hochschule Wismar, Fakultät Gestaltung Maximilian Gotthold

(Wismar) Ab dem 1. Juni 2020 erhält Moritz Jason Wippermann monatlich für zunächst ein Jahr ein Caspar-David-Friedrich-Stipendium (CDF-Stipendium) in Höhe von 1000,00 Euro. Der Absolvent des Diplom-Studienganges Kommunikationsdesign und Medien der Fakultät Gestaltung der Hochschule Wismar wird das Stipendium nutzen, um anhand von Holz- und Linolschnitten sowie Ölpastellen zwei Porträtreihen zum Thema „Eigene Erinnerungen“ zu erarbeiten. Das CDF-Stipendium wird je Semester für besonders qualifizierte künstlerische Nachwuchskräfte vom Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur Mecklenburg-Vorpommern an der Hochschule für Musik und Theater Rostock, dem Caspar-David-Friedrich-Institut der Universität Greifswald und der Fakultät Gestaltung der Hochschule Wismar ausgeschrieben, durch eine Fachkommission ausgewählt und abschließend an die Stipendiaten vergeben. Weitere Informationen auch online unter www.hs-wismar.de/preise.
 

Trotz Corona persönliche Auseinandersetzung in zwei Porträtreihen

Der in Halle an der Saale Geborene wird mit dem CDF-Stipendium nicht nur seine Freunde, sondern auch seine Heimatstadt in den Fokus der Arbeiten rücken. „Die Auseinandersetzung mit meinen eigenen Erinnerungen und dem vertrauten Umfeld ist für mich ein grundlegender Schritt für zukünftige Arbeiten, in denen ich mich dann wieder mit den mir Fremden beschäftigen möchte“, kommentiert Wippermann sein Vorhaben. Um sein Projekt in Zeiten von Corona realisieren und die derzeitigen Abstandsregeln einzuhalten zu können, wird Wippermann mit den Stadtansichten im Juni 2020 beginnen. Anschließend, ab März 2021, wird er die Porträts zu seiner Generation umsetzen. Falls dann immer noch die derzeitigen Regelungen zur Eindämmung des Coronavirus gelten sollten und somit das Reisen zu den einzelnen Personen nicht möglich sein sollte, möchte Wippermann mittels Chat und aus seiner Erinnerung heraus arbeiten. Die Porträtierten sollen dann in den räumlichen Kontext seines Elternhauses gesetzt werden. Eben dort, wo er seine Generation noch vor dem Schulabschluss und bevor sich die Lebensverläufe in alle Richtungen zerstreuten, regelmäßig traf. „Das ist eine Herausforderung, da die Konstruktion der Körper und die Lichtverhältnisse gut durchdacht und erarbeitet werden müssen, um eine überzeugende Illusion schaffen zu können“, so Wippermann. Zum Abschluss plant der 28-Jährige eine Ausstellung, in der die entstandenen Arbeiten im Zusammenhang gezeigt werden sollen.


Als Student in Wismar bereits Preisträger

Erfolge feierte Moritz Jason Wippermann schon während seiner Studienzeit an der Hochschule Wismar, welche er im November 2019 mit dem Titel Diplom-Designer (FH) abschloss. Als Diplomarbeit hat er mit seinem Kommilitonen Maximilian Gotthold das Spiel „Die Klabauterinsel“ (www.dieklabauterinseln.de), entwickelt. 2015 erhielt er den fakultätsintern vergebenen DIA-Preis in der Kategorie „Kommunikationsdesign und Medien“ und wurde im selben Jahr zum Gewinner des Druckgrafik-Wettbewerbs der Leipziger Buchmesse gekürt. Seine Linolschnitte zur Wismarer Altstadt schafften es in den jährlich erscheinenden Semesterkompass zur Studienorganisation. Sein Plakatentwurf wurde das Gesicht der Ausstellung „RaumFilmRaum“. Er war Mitglied in der studentischen Norte-Redaktion und während der Sommerhochschule für Studieninteressierte gab er Workshops zum Thema Linolschnitt. Nach seinem Auslandsstudium in Havanna (Kuba, 2016 bis 2017) führten ihn Arbeitsaufenthalte nach Lettland (2017) und Schottland (2019) sowie ein Aufenthaltsstipendium zur „Summer School“ in der Rostocker Frieda 23 (2019). Auch den Publikumspreis der „Illustrade“ in Rostock gewann er 2019. Einzel- und Gruppenausstellungen im deutschsprachigen Raum sind seit 2015 seine Begleiter. Weitere Informationen zu Werk und Person sind auch online auf Wippermanns Homepage unter www.mojawi.de zu finden.


Voraussetzungen und Wismarer CDF-Preisträger

Voraussetzungen zur Bewerbung des CDF-Stipendiums sind unter anderem ein abgeschlossenes Studium, hervorragende Leistungen sowie ein Vorhaben, welches einen wichtigen Beitrag zur Weiterentwicklung künstlerischer Formen und Ausdrucksmittel ist. Das CDF-Stipendium wird je Semester an die künstlichen Nachwuchskräfte der drei Hochschulen vergeben.

Folgende Absolventen der der Hochschule Wismar, Fakultät Gestaltung, haben bis heute ein CDF-Stipendium erhalten:

2020: Moritz Jason Wippermann, Studiengang Kommunikationsdesign und
Medien
2017: Maria Konschake, Studiengang Design, Studienrichtung Schmuckdesign
2016: Anne Lengnink, Studiengang Design, Studienrichtung Schmuckdesign
2016: Till Daus, Studiengang Kommunikationsdesign und Medien
2012: Marc Wiesel, Studiengang Architektur

 


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