Hochschule Wismar Philipp-Müller-Straße
PF 1210
23952 Wismar
Telefon: 03841 / 7530
Fax : 03841 / 753 383
postmaster@hs-wismar.de
SeitentitelHochschule 2020
Datum23.10.2014 - 10:39h
URLhttp://www.hs-wismar.de/was/hochschule/qualitaet/hochschule-2020/

Hochschule 2020

"HOCHSCHULE 2020 ... bundesweit einmaliger Versuch ... eine Zierde für das Land Mecklenburg-Vorpommern ...", 

so die Meinung der Evaluatoren, die ihre Bewertung der seit 2006 an der Hochschule Wismar erreichten Ergebnisse im Dezember 2009 vorgestellt haben.

Die Evaluation fand Ende November 2009 auf Basis des von der Wismarer Hochschule eingereichten Selbstberichtes als erster Zwischenbericht nach knapp vier Jahren intensiver Umsetzungsarbeit statt. Als namhafte externe Evaluatoren hatten sich die Herren Prof. Dr. Müller-Böling, Prof. Dr. Mielenhausen, Prof. Dr. Wörner sowie Prof. Dr. Ziegele zur Verfügung gestellt. Die Ergebisse waren von der Evaluierungskomission in einem Abschlussbericht  zusammengefasst und vom Rektor der Hochschule Wismar während des fünften Professorenworkshops im Januar 2010 der Hochschulöffentlichkeit vorgestellt worden. (Präsentation links im Download-Bereich)

Die Arbeit der Hochschule Wismar an einem Konzept zur effektiveren Gestaltung der Lehr-, Forschungs- und Verwaltungsprozesse reicht bis in das Jahr 2004 zurück.
Im Rahmen der Diskussion um neue Hochschulstrukturen im Land Mecklenburg-Vorpommern haben seit Anfang 2005 zahlreiche öffentliche Veranstaltungen stattgefunden, auf dem die Hochschule Wismar ihre Position zum

"Kompetenzfeldpapier" dargelegt und ihr Zukunftskonzept 2020 vorgestellt hat. Von Partnern der Wirtschaft, Repräsentanten der Kommunen, Berufsverbände, Kammern, sowie Politikern verschiedener Parteien und internationalen Kooperationspartnern wird die Hochschule Wismar bestärkt, ihr Konzept umzusetzen.

Selbstverständlich wurde es auch dem Bildungsminister vorgestellt und Inhalte erläutert. Ende Juli 2005 hatte die Hochschule Wismar den Antrag auf Durchführung eines Modellversuches "Hochschule 2020" beim Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur eingereicht. Dieses "Zukunftskonzept 2020" der Hochschule Wismar setzt auch das Personalkonzept der Landesregierung bis zum Jahr 2020 (2017) um.

Bereits im Dezember 2005 wurde dem Bildungsministerium der Businessplan für das Modellprojekt vorgelegt. Die Unterzeichnung der Zielvereinbarung der Hochschule Wismar mit dem Land Mecklenburg-Vorpommern erfolgte am 27. April 2006. Mit der Unterzeichnung dieser Zielvereinbarung erfolgte der offizielle Start des Modellprojektes "Hochschule 2020".

 


Zukunftskonzept der Hochschule Wismar zur Umsetzung des Personalkonzeptes der Landesregierung bis zum Jahr 2020

HOCHSCHULE 2020 - unternehmerisch, wettbewerbsfähig, zukunftsorientiert -

Nachfolgende Positionen der Hochschule Wismar bauen auf den ersten Vorstellungen, die im März dem Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur übergeben wurden, auf.

Basierend auf der fast 100-jährigen Tradition am Standort Wismar und über 150-jährigen Tradition am Standort Warnemünde, einer Analyse der Stärken durch Beratungen mit den Dekanen, im Senat, mit internationalen Partnern, im Hochschulrat und mit Unternehmen und Wirtschaftsverbänden und unter Berücksichtigung zukünftiger Trends hat die Hochschule Wismar ein eigenes Konzept entwickelt.

Die Hochschule Wismar hat ein klares, erfolgreiches sowie national und international anerkanntes und nachgefragtes Lehr- und Forschungsprofil in der Einheit der drei Säulen Technik, Wirtschaft und Gestaltung. Sie versteht sich als Partner der Studenten und als Partner der Wirtschaft. Sie hat als international attraktive und zukunftsorientierte Einrichtung hervorragendes Potenzial, um im sich verschärfenden internationalen Wettbewerb zwischen und in Kooperation mit den Hochschulen bestehen zu können.

Kernaussagen zum Hochschulprofil:

  • Fachliche Ausrichtung: Vernetzung der Schwerpunkte Technik, Wirtschaft und Gestaltung in Lehre und Forschung
  • Fokus der wissenschaftlichen Ausrichtung: Wissenschaftlicher, theoriengeleiteter Praxisbezug
  • Fokus in der Lehre: Forschungsbasierte Lehre mit hohem Praxisbezug
  • Räumliche Orientierung: Internationale Ausrichtung mit regionaler Verankerung

Die Hochschule leistet den von ihr geforderten Beitrag zur Einsparung von finanziellen Mitteln im Rahmen des Landespersonalkonzeptes bis zu einem Äquivalent von maximal 66 Personalstellen bis zum Jahr 2020. Ihr zukunftsorientiertes wissenschaftliches Profil mit den drei profilprägenden Säulen Technik, Wirtschaft und Gestaltung wird erhalten.

Maßnahmen der Hochschule Wismar im Zeitraum bis 2009

Die von der Landesregierung verlangte Personaleinsparung bis 2009 kann an der Hochschule Wismar in dem geforderten Umfang von bis zu 33 Stellen realisiert werden.

Um dennoch ein (für Studenten attraktives, international wettbewerbsfähiges) dem zukunftsorientierten Lehr- und Forschungsprofil der Hochschule entsprechendes Angebot in der Einheit von Technik, Wirtschaft und Gestaltung anbieten zu können, wurden und werden seit 2002 strukturelle Veränderungen durchgeführt und größere, leistungsfähigere und vernetzte Lehr- und Forschungseinheiten (Fakultäten) gebildet. Es wird eine noch intensivere Vernetzung der einzelnen Lehrmodule für die Generierung neuer, moderner Lehrangebote vorgenommen. Ebenso wird die Verflechtung zwischen den Forschungs- und Entwicklungsstrukturen intensiviert, um gerade in den Grenz- und Überlappungsbereichen der Säulen der Hochschule Wismar innovative Forschung sowie die Produkt- und Prozessentwicklung weiter zu intensivieren. Das geschieht in enger Zusammenarbeit mit nationalen und internationalen Partnern.

Daraus ergeben sich Einsparpotenziale von bis zu 33 Stellen.

Maßnahmen der Hochschule Wismar im Zeitraum 2009 / 2017 (2020)

Über weitere personelle Entwicklungen entscheidet die Hochschule Wismar eigenständig auf Basis eines Finanzplanes, welcher die staatliche Finanzierung (zurzeit vorgesehene Reduzierung in einem Finanzäquivalent von bis zu 33 Personalstellen) und die selbst erwirtschafteten Finanzmittel einbezieht.

Um im globalen Bildungsmarkt mit einem eigenständigen Profil am Wettbewerb teilhaben zu können bedarf es einer bestimmten Lehr-, Forschungs- und Managementkapazität, welche sich nicht zuletzt aus der Anzahl der Studenten und des Personals ableitet. Diese Aufgabe unter den demographi-schen Entwicklungen und dem Rückgang der staatlichen Mittel für die Hochschulfinanzierung in Mecklenburg-Vorpommern zu meistern, stellt jede Hochschule und auch die Hochschule Wismar vor unternehmerische Herausforderungen.

Sie wird daher verstärkt eigene Aktivitäten entwickeln, um das Personal aus zusätzlichen Einnahmen finanzieren zu können.

Die Hochschule Wismar hat bereits jetzt Strukturen (und baut diese weiter aus), mit denen sie das zu erwartende Defizit von ca. 2 Mill. Euro (Reduzierte Zuführung aus dem Landeshaushalt) kompensieren kann. Dafür gibt es auf dem Bildungsmarkt, in der Forschung und im Servicebereich gute Möglichkeiten. Ihre regionale Verankerung und die umfangreichen internationalen Kooperationspartnerschaften bilden gute Voraussetzungen, die Hochschule noch stärker als wichtigen Wirtschaftsfaktor zu platzieren.

Notwendige Verbesserungen der Rahmenbedingungen

Schnellstmögliche Übertragung weitestgehender Autonomie auf die Hochschule Wismar, die sich der vollen Verantwortung der erweiterten Aufgaben stellt.

Die Hochschule Wismar versteht sich als "unternehmerische" Hochschule. Sie geht davon aus, dass eine staatliche Vollfinanzierung des Lehr- und Forschungsangebotes schon heute nicht mehr realistisch ist. Zur Aufrechterhaltung ihres Profils müssen Hochschulen verstärkt Mittel einwerben. Dazu hat sich die Hochschule Wismar durch die Gründung von drei hochschuleigenen GmbHs, eine für Fernstudien und Weiterbildung, eine für Forschung, Entwicklung und Technologietransfer und eine für den Servicebereich, sehr gut aufgestellt.

Um im nationalen und internationalen Wettbewerb um Mittel erfolgreich und marktgerecht agieren zu können, bedarf es einer weittestgehenden Autonomie der Hochschulen (Studienprogramme, hochschuleigenes Dienstrecht, Personalhoheit, Liegenschaftshoheit, etc.).

Die hochschulrechtlichen Voraussetzungen für eine autonome und unternehmerisch agierende Hochschule müssen schnellstmöglich geschaffen werden, um auf die einsetzende rückläufige demographische und finanzielle Entwicklung in Mecklenburg-Vorpommern im nationalen und internationalen Wettbewerb mit anderen Hochschulen effektiv reagieren zu können.

Es geht um attraktive Bildungsangebote für unsere Studenten, um eine attraktive Bildungslandschaft in Deutschland und um die Attraktivität des Bildungsstandortes Deutschland.

Dies kann in zunehmendem Maße nur mit unternehmerischen, wettbewerbsfähigen und zukunftsorientierten Hochschulen realisiert werden.

Umsetzung des Zukunftskonzeptes als

HOCHSCHULE 2020

- unternehmerisch, wettbewerbsfähig, zukunftsorientiert -

Die Hochschule beabsichtigt, ihre Vorstellungen von einer unternehmerischen, wettbewerbsfähigen und zukunftsorientierten Hochschule in einem Modellprojekt umzusetzen.

Dieses Projekt soll in enger Abstimmung mit der Wirtschaft und kooperierenden Bereichen durchgeführt sowie durch eine unabhängige Institution begleitet und evaluiert werden. Die hierfür notwendigen Mittel werden zum großen Teil von Sponsoren eingeworben. Es gibt bereits jetzt Zusagen, uns in diesem Projekt fachlich und finanziell zu unterstützen