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Datum22.05.2017 - 21:08h
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Historie

Die Hansestadt Wismar

Wismar wurde erstmals urkundlich im Jahre 1229 erwähnt. Vor allem die Lage an einer weiten Bucht, direkt an der Ostsee, begünstigte die schnelle Entwicklung zu einer blühenden Hansestadt. Der Höhepunkt dieser Entwicklung war ausgangs des 14. und im 15. Jahrhundert. Der Dreißigjährige Krieg war Ursache eines lang andauernden wirtschaftlichen Niedergangs. Die "Schwedenzeit", die mit der Besetzung Wismars 1632 begann und im Westfälischen Frieden 1648 vertraglich festgelegt wurde, prägt das Wismarer Stadtbild bis in die heutige Zeit. Wirtschaftliche Vorteile hat Wismar aus dieser langen Besetzung nicht ziehen können. Erst 1803 kam die Stadt durch Pfandvertrag für einhundert Jahre und endgültig 1903 wieder zu Mecklenburg. Drei große Kirchen im Stil norddeutscher Backsteingotik zeugen vom einstigen Reichtum und grüßen schon von weitem den herannahenden Besucher. Reich verzierte Bürgerhäuser und gut erhaltene Speicher, das Wassertor, der Fürstenhof, das Zeughaus und der "Alte Schwede" sind markante Punkte in einer geschlossen erhalten gebliebenen Altstadt mit mehr als 300 Baudenkmälern. Die denkmalpflegerischen Bemühungen der Wismarer Bürger und ihrer Stadtvertretung bewogen die UNESCO im Juni 2002, Wismar zusammen mit Stralsund in die Welterbeliste aufzunehmen.

Nach langjähriger Stagnation begann Ende des 19. Jahrhunderts mit einer Erweiterung des Hafens und dem Entstehen einer sich ständig entwickelnden Industrie ein neuer wirtschaftlicher Aufschwung. Fachleute wurden benötigt, und so fällt in diese Zeit auch der Beginn der Ingenieurausbildung in Wismar. Robert Schmidt gründete im Jahre 1908 die "Ingenieur-Akademie Wismar". Seitdem ist Wismar Stätte praxisbezogener Ingenieurausbildung. 1969 entstand die Ingenieurhochschule Wismar, 1988 die Technische Hochschule. Mit der Hochschulerneuerung in Mecklenburg-Vorpommern wurde am 1. Oktober 1992 die Hochschule Wismar, Fachhochschule für Technik, Wirtschaft und Gestaltung gegründet. Zu den in Wismar bereits bestehenden Fachbereichen, Architektur, Bauingenieurwesen, Elektrotechnik und Informatik, Maschinenbau/Verfahrens- und Umwelttechnik sowie Wirtschaft kamen die Fachbereiche Seefahrt und Design/Innenarchitektur.

Der in Warnemünde beheimatete Fachbereich Seefahrt verfügt über eine lange Tradition. Er ging hervor aus der "Großherzoglichen Navigationsschule" in Wustrow (Fischland), gegründet 1846. 1954 wurde ein Teil der Wustrower Ausbildung von der Warnemünder "Ingenieurschule für Schiffbautechnik" übernommen und mit Gründung der Ingenieurschule für Seefahrt Warnemünde/Wustrow im Jahre 1969 kam es zur Vereinigung beider Einrichtungen.

Das erste Seebad Deutschlands, Heiligendamm, war über 50 Jahre Heimstatt der 1949 gegründeten "Fachschule für angewandte Kunst". Sie wurde 1992 mit dem Status eines Fachbereiches (Design/Innenarchitektur) der Hochschule Wismar angeschlossen und zog im Sommer 2000 in einen Neubau auf dem Wismarer Campus.