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SeitentitelWismarer Weg zur Promotion
Datum20.05.2013 - 06:27h
URLhttp://www.hs-wismar.de/was/forschung/promotion/wismarer-weg-zur-promotion/

Wismarer Weg zur Promotion

Fachhochschule versus Universität

Die Typendifferenzierung in Fachhochschulen und Universitäten ist eine deutsche Besonderheit und dient zunächst der Orientierung von Studienanfängern und Arbeitgebern. Die mangelnde Durchlässigkeit zwischen Unis und FHs führt in Deutschland dazu, dass eine akademische Karriere mit einem anwendungsorientierten FH-Master- Abschluss erschwert wird. Durch den Bologna-Prozess sind Bachelor- und Master-Abschluss an Fachhochschulen und Universitäten nun gleich gestellt.

Ein Promotionsrecht für deutsche Fachhochschulen ist in naher Zukunft leider noch nicht zu erwarten. Die Entscheidung jedoch, ob die Karriere in der Wirtschaft oder der Wissenschaft stattfindet, ist mit der Möglichkeit einer kooperativen Promotion nicht mehr zu Studienbeginn gefallen, sondern kann in der zweiten Zyklus der Hochschulausbildung nach dem Bologna-Modell erfolgen.

Empfehlungen des Wissenschaftsrates 2010:
"Für Fachhochschulen wäre es (...) wünschenswert, verstärkt auch eigene Absolventinnen und Absolventen als Professorinnen und Professoren rekrutieren zu können. Dies setzt voraus, dass die Durchlässigkeit zwischen den Hochschultypen erhöht wird und geeignete Personen mit dem Abschluss einer Fachhochschule eine Promotion aufnehmen können."


Wismarer Modell

Die stärkere Forschungsorientierung der Fachhochschulen wird ebenfalls an den vielfältigen Master- Angeboten deutlich und ergibt sich u.a. traditionell aus der Entwicklungszusammenarbeit mit der Wirtschaft und als Folge des Drucks zur Drittmitteleinwerbung auch an Fachhochschulen. Konsequenz der Forschungsaktivität ist die Möglichkeit der Promotion. Die anwachsende Zahl der Dissertationsprojekte steht in einem unmittelbaren Zusammenhang mit der Zahl der Forschungsprojekte, die zusätzliche Projektstellen schaffen. Wenn die Zahl der Promotionen nach FH- Abschluss weiter deutlich erhöht werden soll, müssen die Gewohnheiten im deutschen Hochschulsystem nachhaltig verändert werden – die Einflussnahme der Hochschule Wismar darauf ist gering.

Die Hochschule Wismar sieht sich daher als institutionellen Treiber von Kooperationen. Mit einem strukturierten Promotionsprogramm für kooperative Promotionen von herausragenden Absolventinnen und Absolventen der Hochschule Wismar begeben wir uns auf einen viel versprechenden Weg.


Ansprechpartnerin

Dr. Antje Bernier
Leiterin der Graduate School

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Informationen & Praxisbeispiele zur kooperativen Promotion

Broschüre "Promovieren mit Fachschulabschluss"