Dr. Antje Bernier
Leiterin der Graduate School
antje.bernier@hs-wismar.de
Promotion
Die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) verzeichnet und begleitet seit 1996 eine verstärkte Öffnung der Universitäten und gleichgestellten Hochschulen für Hochschulabsolventinnen und -absolventen, die zunächst keinen direkt promotionsberechtigten Abschluss angestrebt hatten.
FH- Absolventinnen und Absolventen können an Fakultäten mit Promotionsrecht ihren Plan von einer Promotion realisieren, wenn sie speziellen Zugangsmodalitäten genügen. In dieser Domäne der Universitäten deuten sich weitere Potentiale für den wissenschaftlichen Nachwuchs aus Fachhochschulen an. In der bundesweiten Diskussion hat sich der Wissenschaftsrat ausdrücklich unterstützend für die Förderung kooperativer Promotionen an Fachhochschulen positioniert.
Trends
Dieser Trend zeichnet sich in der Hochschule Wismar ab. Der Sprung des wissenschaftlichen Nachwuchses in die eigenständige Forschung unter Einbeziehung von Professoren der Hochschule Wismar wird in mehr als 50 Fällen beobachtet. Seit 2010 hat sich deutlich gesteigertes Interesse der Studierenden an einer Promotion gezeigt, das individuell mit den traditionellen Promotionsverfahren an den Universitäten kaum bewältigt werden kann.
Aktivitäten
Um diese Entwicklung zu fördern, wurde zu Informationsveranstaltungen geladen. Mehr als 80 Interessierte folgten.
2010 wurde der erste Stipendiat aus dem Landesgraduiertenförderungsprogramm Mecklenburg-Vorpommern als Absolvent eines "Solitären Faches - Architektur und Bauingenieurwesen" der Hochschule Wismar 24 Monate auf dem Weg zur kooperativen Promotion finanziert. Inzwischen werden drei Stipendiaten in diesem Programm aus ESF-Mitteln gefördert. Durch die Hochschule Wismar werden weitere fünf Doktoranden auch aus anderen Forschungsbereichen derzeit mit einem hochschulinternen Stipendium für ihr Dissertationsvorhaben unterstützt.
In den Fakultäten gibt es parallele Bestrebungen durch sehr forschungsaktive Professoren, kooperative Promotionen in Forschungsteams voran zu treiben. Entsprechende Aktivitäten im Sinne der Kooperationsvereinbarungen mit Universitäten werden bisher aus dem Erasmus-Programm finanziert.
Ausblick
In Umsetzung der Zielvereinbarung 2011-2015 der Hochschule Wismar mit dem Land Mecklenburg-Vorpommern befindet sich eine Graduate School im Aufbau.
Kooperative Promotionen sollen so zukünftig strukturiert begleitet und die wissenschaftliche Qualität gesichert werden. Dabei ist die Hochschule Wismar auf die Kooperationsbereitschaft der Universitäten angewiesen.
Übergreifendes Ziel ist die planvolle Beförderung von Nachwuchswissenschaftlern z.B. für die Rekrutierung von Professorinnen und Professoren sowie die Inklusion von fremdländischen Promovierenden. Ausdrücklich sollen Nachwuchswissenschaftlerinnen besonders gefördert werden.





