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SeitentitelInklusion & Barrierefreiheit
Datum26.03.2017 - 11:45h
URLhttp://www.hs-wismar.de/was/einrichtungen/service/inklusion-barrierefreiheit/

Beeinträchtigt studieren - bundesweite Umfrage best2 läuft

  • Logo für die Befragung best2

Derzeit werden an über 150 Hochschulen Studierende mit Behinderungen und chronischen Krankheiten ausführlich zu ihrer Studiensituation befragt. Zur Zielgruppe gehören insbesondere Studierende mit Sinnes- und Bewegungs-Beeinträchtigungen, mit chronischen bzw. länger andauernden psychischen und körperlichen Erkrankungen, auch Studierende mit Teilleistungsstörungen und Autismus. Das Deutsche Studentenwerk und das Deutsche Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung wollen wissen: Unter welchen Voraussetzungen gelingt ein Studium mit Beeinträchtigungen? Was behindert ein erfolgreiches Studium? Welche Beratungs- und Unterstützungsangebote für Studierende mit Beeinträchtigungen haben sich bewährt? Wie gut funktionieren Nachteilsausgleiche? Hochschulen, Studentenwerke und Politik brauchen differenzierte Daten, um notwendige Maßnahmen zum Abbau von Barrieren und zum Ausgleich von Benachteiligungen einleiten oder weiterentwickeln zu können. Verbände und Interessengemeinschaften, die sich für die Rechte von Studieninteressierten und Studierenden mit Behinderungen und chronischen Krankheiten einsetzen, brauchen belastbare Daten zur Unterstützung ihrer politischen Arbeit.

Auch Studierende der Hochschule Wismar können bis zum 23.01.2017 durch ihre Teilnahme an der Befragung einen wichtigen Beitrag zu Veränderungen leisten. Das Ausfüllen des Online-Fragebogens dauert in der Regel eine halbe Stunde. Anonymität und Datenschutz sind gesichert. Achten Sie bitte auf die E-Mail mit Ihrem Zugangslink, über 2.000 Studierende haben die Einladung zur Teilnahme erhalten. Fragen zum Verfahren können Sie an der Hochschule an die Beauftragte für Studierende mit Behinderungen Frau Dr. Antje Bernier richten. Die Kontaktdaten finden Sie links. Im Frühjahr 2018 werden die Ergebnisse veröffentlicht. Für die Hochschule selbst können eigene Aussagen aus den erhobenen Daten zu den Studienbedingungen erwartet werden, wenn mindestens 30 Betroffene teilgenommen haben.

 

Unser Appell besonders an unsere von Behinderung oder psychischen oder chronischen Erkrankungen betroffenen Studierenden: Mitmachen!

best2 ist ein gemeinsames Projekt von Deutschem Studentenwerk (DSW), vertreten durch die Informations- und Beratungsstelle Studium und Behinderung, und Deutschem Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW) in Kooperation mit dem Institut für Höhere Studien (IHS) Wien. Die Studie wird durch das Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung (BMBF) gefördert.

Mehr Informationen: www.best-umfrage.de
FAQ: www.best-umfrage.de/best2-ablauf-faq/

Europäischer Aktionstag der Menschen mit Behinderung 2016

Am 11. Mai 2016 war die Hochschule Wismar Gastgeberin für den jährlichen Aktionstag des Beirates für Menschen mit Behinderungen des Kreistages Nordwestmecklenburg. Rund um und in Haus 7A wurde von Verbänden und Vereinen der Behindertenhilfe und -selbsthilfe mit Informationsständen und Selbsterfahrungsstationen auf die Situation mit Behinderungen aufmerksam gemacht. Bei strahlendem Sonnenschein konnten die meisten Aktivitäten im Freien auf dem Campus stattfinden. Mit Unterstützung durch gute Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Hochschule konnten u.a. auch Berufsschüler und Gymnasiasten in ganzer Klassenstärke angelockt werden. Von der Hochschule wurde parallel ein Programm angeboten, das auch den wissenschaftlichen Fokus auf Inklusion und Behinderung richtet. Unter dem Motto "Gemeinsam für eine barrierefreie Stadt" wurde das Zufriedenheitsbarometer zur Barrierefreiheit der Hansestadt Wismar und des Landkreises Nordwestmecklenburg auf einem Farbstrahl zwischen ROT und GRÜN gepunktet. Fazit: Der Weg ist erkennbar, es bleibt viel zu tun, zu überzeugen und gut auszubilden.

weitere Bilder vom Aktionstag 2016

 

Inklusion & Barrierefreiheit

Nach dem Verständnis der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen gehören Autonomie und soziale Inklusion unauflöslich zusammen; ihre „wechselseitige Verwiesenheit“ macht deutlich, dass Autonomie auf ein selbstbestimmtes Leben in sozialen Bezügen zielt (vgl. Bielefeldt 2008). Ähnlich bezeichnete der Deutsche Verein* (vgl. Deutscher Verein 2009) in seinen Empfehlungen zur Weiterentwicklung zentraler Strukturen in der Eingliederungshilfe die heutige Stellung behinderter Menschen in unserer Gesellschaft als „Subjekte der Teilhabe“ (nicht mehr „Objekte der Fürsorge“). In dieser Bezeichnung sind die Eigenständigkeit einer Person und das Eingebundensein in Lebenssituationen und Lebensbereiche miteinander verknüpft. Damit ist die Zielperspektive des Sozialgesetzbuch IX, Selbstbestimmung und Teilhabe, umrissen – eine Zielsetzung, die selbstverständlich auch für Menschen mit schweren Behinderungen gilt. Die Umsetzung vollzieht sich auf verschiedenen Ebenen: in der persönlichen  Beziehung zu anderen Menschen und in der Gestaltung des Alltags, in subjektiv bedeutsamen Lebensbereichen, in der Teilhabe an der Gemeinschaft und am Leben in der Gemeinde im Sinne von „being part of the community“. Das bedeutet, nicht nur gemeindeintegriert zu wohnen, zu arbeiten oder zu studieren, sondern Teil der Gemeinde und heißt selbstverständlich auch Teil jeder Hochschule zu sein. Das ist der Kern von Inklusion.

Quellen

*Deutscher Verein für öffentliche und private Fürsorge e.V. Quellen: Deutscher Bundestag (21.12.2008): Gesetz zu dem Übereinkommen der Vereinten Nationen vom 13. Dezember 2006 über die Rechte von Menschen mit Behinderungen sowie zu dem Fakultativprotokoll vom 13. Dezember 2006 zum Übereinkommen der Vereinten Nationen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen, Gesetz zur UN- Behindertenrechtskonvention. In: Bundesgesetzblatt Jahrgang 2008 Teil II Nr. 3. Online verfügbar, zuletzt geprüft am 16.09.2015.

Deutscher Bundestag (27.04.2002): Gesetz zur Gleichstellung behinderter Menschen, BGG, vom 19.12.2007. In: BGBl. I S. 160. Online verfügbar, zuletzt geprüft am 19.06.2009.

Bielefeldt, Heiner (2008): Zum Innovationspotenzial der UN-Behindertenrechtskonvention. Essay. Berlin. Online verfügbar, zuletzt geprüft am 10.09.2015.

Kautza, J. (2009): Empfehlungen des Deutschen Vereins zur Bedarfsermittlung und Hilfeplanung in der Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderungen. Hg. v. Deutscher Verein für öffentliche und private Fürsorge e.V. Berlin. Online verfügbar, zuletzt geprüft am 10.09.2015.


Kontakt

Prorektor für besondere Aufgaben
Prof. Dr. rer. pol. Anton Hahne
03841 753-76 75

Behindertenbeauftragte der Hochschule
Dr. Antje Bernier
03841 753-74 65

Beratung für Studierende mit Behinderungen, chronischen oder psychischen Erkrankungen
Connie Fischer
03841 753-72 67

Schwerbehindertenvertretung
Nico Schreiber
03841 753-74 83